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04.07.2008 - BenQ-Insolvenzverwalter bereitet Klage gegen Siemens vor

Siemens-Mitarbeiter
"Es war immer schon bekannt, dass die Insolvenzverwaltung Ansprüche gegen Siemens prüft", sagte eine Sprecherin Pragers auf Anfrage. Die Prüfung werde sich nicht mehr "ewig hinziehen". Die Klage wollte die Sprecherin jedoch nicht bestätigen. Den Zeitungsberichten zufolge geht es um eine dreistellige Millionensumme. Prager hatte die Forderungen gegen Siemens in einem früheren Insolvenzgutachten auf rund hundert Millionen Euro beziffert und erklärt, es seien im Zusammenhang mit dem Ausgliederungsvertrag an den taiwanischen Konzern BenQ eine Reihe von Bewertungsfragen offen.
Die Gespräche zwischen Prager und dem Konzern über eine außergerichtliche Lösung seien zuletzt ins Stocken geraten, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Siemens hat den Berichten zufolge bislang keine Klage erhalten.
Der taiwanische BenQ-Konzern hatte Mitte 2005 das defizitäre Handy-Geschäft von Siemens übernommen. Der Neueigentümer konnte die Verluste jedoch nicht eindämmen und schickte die Tochter nach einem Jahr im September 2006 in die Insolvenz. Mehr als 3000 Beschäftigte verloren in Deutschland ihren Job. Auch zahlreiche Zulieferer waren betroffen.
(04.07.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



