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15.05.2008 - Internetadressen werden laut OECD knapp

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Internetcafé in Vietnam
Paris (AFP) - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt davor, dass in drei Jahren keine neuen Internetadressen mehr verfügbar sein könnten. Derzeit seien fast 85 Prozent der verfügbaren Adressen vergeben, erklärte die in Paris ansässige Organisation. Werde nichts unternommen, würden die freien Adressen bis 2011 ausgehen. Regierungen und Unternehmen sollten deshalb bei Internetbetreibern stärker darauf dringen, dass sie vom jetzigen Regelwerk IPv4 auf die neue Version IPv6 umstellten.

Das Internetprotokoll Version 6 biete fast unbegrenzte neue Internetadressen und fördere im Übrigen auch die Verbreitung der Breitbandtechnik, erklärte die OECD. In Japan sei das IPv6 schon vergleichsweise weit verbreitet; die Vereinigten Staaten wollten in einem Jahr soweit sein, dass die Netzwerke der einzelnen Regierungsstellen mit der neuen Protokollversion kompatibel seien. Auch die EU-Kommission fördere Forschungsvorhaben, um den Übergang von IPv4 auf die Version 6 zu beschleunigen, erklärte die Organisation.

Hintergrund sind Zahlencodes, die sogenannten IP-Adressen, die hinter den Domainnamen mit Endungen wie .de oder .com stecken. Diese Nummernadressen sind in ihrer Länge und damit auch in ihrer Anzahl begrenzt.

(15.05.2008 / Quelle: © 2008 AFP)