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08.05.2008 - Studie: E-Mail-Adresse lässt Rückschlüsse auf Zahlungsmoral zu

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Berlin/Osnabrück (AFP) - Die E-Mail-Adresse lässt einer Studie zufolge Rückschlüsse auf die Zahlungsmoral von Kunden im Internet zu. Wenn Kunden nach einem Online-Kauf ihre Rechnung nicht zahlten, hätten diese besonders häufig ihre Mailadresse bei einem kostenlosen Anbieter, teilte das auf Internethandel spezialisierte Osnabrücker Inkassounternehmen Mediafinanz am Donnerstag mit. Kunden großer Internetanbieter mit kostenpflichtigen E-Mail-Adressen seien im allgemeinen deutlich zuverlässiger, hieß es weiter.

Mediafinanz zufolge sehen sich Online-Händler immer häufiger mit Kunden konfrontiert, die die Anonymität des Internets ausnutzen wollen, um ihre bestellte Ware nicht zu bezahlen. Dies werde ihnen von Anbietern kostenloser E-Mail-Adressen erleichtert, da hier bei einer Anmeldung nicht immer die wirkliche Identität geprüft wird. Die E-Mail-Adresse sei somit ein erster Hinweis auf Kunden mit womöglich schlechter Zahlungsmoral.

Mediafinanz warnte allerdings, die Online-Händler sollte sich nicht allein nach der E-Mail-Adresse gehen, um die Zahlungswilligkeit ihrer Kunden abzuschätzen. Das Unternehmen hatte 360.000 offene Forderungen anhand der von den Bestellern verwendeten E-Mail-Adressen verglichen.

(08.05.2008 / Quelle: © 2008 AFP)