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02.05.2008 - Microsoft-Chef: Sind nicht auf Yahoo angewiesen

Ballmer
Das "WSJ" berichtete unter Berufung auf Insider-Kreise, Microsoft werde sich für die feindliche Übernahme entscheiden und diese wahrscheinlich noch am Freitag ankündigen. Am Donnerstag hatte Ballmer vor Microsoft-Mitarbeitern gesagt, er werde für Yahoo "keine zehn Cent" mehr zahlen, als das Unternehmen seiner Ansicht nach wert sei. Schon "sehr bald" würden die Angestellten über die nächsten Schritte informiert. Es gebe "drei große Optionen": "Es gibt den freundlichen Deal, es gibt den unfreundlichen Deal, und die dritte Möglichkeit ist, sie einfach stehenzulassen."
Microsoft hatte Yahoo eine Frist bis zum 26. April gesetzt, um ein Angebot des Software-Riesen zu akzeptieren. Yahoo hatte die Frist jedoch ohne Reaktion verstreichen lassen. Zuvor hatte die Yahoo-Konzernspitze immer wieder betont, das Ursprungsangebot in Höhe von knapp 45 Milliarden Dollar (rund 29 Milliarden Euro) sei zu niedrig. Aus dem Yahoo-Umfeld verlautete am Freitag, es sei "ziemlich klar", dass Microsoft sein Angebot erhöhen müsse: "Sie brauchen das Unternehmen, ganz eindeutig."
Microsoft will mit der Yahoo-Übernahme seine Position im einträglichen Online-Werbemarkt verbessern und damit Branchenprimus Google den Rang streitig machen. Google wird dieses Jahr nach Schätzung der Marktforscher von eMarketer mehr als 30 Prozent der Umsätze in diesem Geschäft kassieren, Yahoo 14 Prozent und Microsoft knapp sieben. Internetwerbung wird für Microsoft immer wichtiger, da kostenlose werbefinanzierte Internetsoftware den Programmen des Konzerns aus Redmond zunehmend Konkurrenz macht.
(02.05.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



