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21.04.2008 - Verkauf von Siemens-Telefonsparte verzögert sich offenbar

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Siemens-Mitarbeiter
Düsseldorf (AFP) - Beim Siemens-Konzern verzögert sich offenbar der Verkauf der verlustreichen Telefonsparte. Entgegen den Erwartungen von Branchenkennern werde es im April noch zu keinem Abschluss beim Geschäftsbereich SEN kommen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise. Die Verhandlungen gestalteten sich schwierig. Daher stehe der geplante Verkauf nicht auf der Tagesordnung für die nächste Aufsichtsratssitzung Ende April.

Der bisherige Favorit für eine Übernahme, der US-Finanzinvestor Cerberus, habe eine Reihe von Bedingungen gestellt, berichtet das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise. Außerdem wolle Siemens ein Debakel wie beim Verkauf seiner Handysparte an den taiwanischen Elektronik-Konzern BenQ im Jahr 2005 verhindern. BenQ hatte ein Jahr nach der Übernahme der Siemens-Handysparte Insolvenz für die deutsche Fertigung angemeldet. Mit einem Verkauf der SEN-Sparte wird dem "Handelsblatt" zufolge nun frühestens im Sommer diesen Jahres gerechnet.

Siemens versucht schon seit längerem, einen Käufer für die Telekomsparte zu finden. Ende Februar hatte der Konzern angekündigt, von den weltweit 17.500 Stellen im Bereich SEN insgesamt 6800 abzubauen, um den Geschäftsbereich für Kaufinteressenten attraktiver zu machen. 1200 der Stellen sollen in Deutschland gestrichen werden.

(21.04.2008 / Quelle: © 2008 AFP)