News-Archiv
18.04.2008 - Vorerst keine Entlassungen bei AMD Dresden

AMD-Mitarbeiter
Insgesamt müssten alle Ausgaben strikt reduziert werden, um zum weltweiten Kostensparprogramm des Unternehmens beizutragen, betonte die Unternehmensleitung. Der zweitgrößte Chiphersteller der Welt hatte angekündigt, weltweit 1650 der 16.400 Stellen, als rund zehn Prozent, streichen zu wollen.
AMD schreibt seit langem rote Zahlen. Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte der Konzern nach eigenen Angaben einen Verlust nach Steuern von 358 Millionen Dollar (226 Millionen Euro). Der Umsatz betrug rund 1,5 Milliarden Dollar. Das war laut Konzern ein Umsatzrückgang um 15 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2007. Gegenüber dem ersten Quartal 2007 erzielte AMD allerdings eine Steigerung der Umsatzerlöse um 22 Prozent.
Die zwei sächsischen AMD-Werke gelten als eine der größten wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten in Ostdeutschland. Aufbauend auf der Chip-Industrie der DDR entstand dort seit 1996 ein wichtiger Standort der weltweiten Halbleiter-Fertigung. Als Folge aus den Verlusten wurde die Fertigung von 300-Millimeter-Siliziumscheiben in Dresden 2007 langsamer hochgefahren als ursprünglich geplant.
(18.04.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



