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10.03.2008 - Mutmaßlicher Kinderschänder in Thailand kurz vor Gericht

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Bangkok (AFP) - Fünf Monate nach seiner Entdeckung mit Hilfe von entzerrten Computerbildern ist der mutmaßliche Kinderschänder Christopher Paul N. am Montag in Bangkok erstmals vor Gericht erschienen. Gekleidet in eine orangene Gefangenenuniform sagte der 32-jährige Kanadier zu Journalisten, er fühle sich gut. "Ich hoffe nur, dass es Gerechtigkeit gibt hier in Thailand." Der Prozess wurde umgehend um mehrere Monate vertagt, weil der Angeklagte noch keinen Verteidiger hatte. Das Gericht ernannte einen Anwalt als Verteidiger und setzte den 2. Juni als neuen Termin an.

Der Kanadier war Mitte Oktober in Thailand festgenommen worden, nachdem sein Foto von Interpol weltweit per Internet verbreitet wurde. Die Fotos stammten von Aufnahmen, die der Mann selbst verschlüsselt ins Web gestellt hatte - Experten des Bundeskriminalamtes konnten jedoch sein Gesicht entzerren. Dem 32-Jährigen wird der Missbrauch minderjähriger Jungen vorgeworfen. Er hatte selbst 200 Fotos, die ihn mit digital unkenntlich gemachtem Gesicht beim Missbrauch minderjähriger Jungen zeigten, ins Internet gestellt. Vor Gericht würden 70 der Fotos als Beweismittel vorgelegt, kündigte Staatsanwalt Sontus Singhapus am Montag an. Bei einer Verurteilung drohen N. 20 Jahre Haft.

(10.03.2008 / Quelle: © 2008 AFP)