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22.02.2008 - Betriebsrat will spätere Schließung von Nokia-Werk durchsetzen

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Dortmund (AFP) - Im Tauziehen um die zur Jahresmitte geplante Schließung des Bochumer Nokia-Werks fordern Betriebsrat und IG Metall eine Weiterbeschäftigung aller 2300 Mitarbeiter bis zum Jahresende. Bis dahin sollten alle Möglichkeiten zur Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen mit Unterstützung des finnischen Handybauers genutzt werden, teilten die Arbeitnehmervertreter nach einer Betriebsversammlung am Freitag in Dortmund mit. Außerdem müsse es einen "gut ausgestatteten Sozialplan" geben. Ab Januar 2009 solle dann eine Transfergesellschaft für maximal eineinhalb Jahre jene Beschäftigte in neue Jobs vermitteln, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind.

Die Nokia-Führung will dagegen nach IG-Metall-Angaben weiterhin das Werk am 30. Juni schließen. Auf der Betriebsversammlung mit rund 1600 Teilnehmern hatten IG Metall und Betriebsrat die Mitarbeiter über den Stand ihrer Verhandlungen mit der Nokia-Spitze informiert. Die Gespräche über einen Interessenausgleich für die Beschäftigten waren am Mittwoch aufgenommen worden. Die Marschrichtung für die weiteren Verhandlungen wurde laut IG Metall von den Teilnehmern der Betriebsversammlung einhellig unterstützt. "Nokia lassen wir nicht aus der sozialen Verantwortung für die Menschen, die den bisherigen Erfolg des Unternehmens wesentlich mit getragen haben", betonte Bochums IG-Metall-Chefin Ulrike Kleinebrahm.

(22.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)