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20.02.2008 - Nokia weist Vorwurf der "Sklaverei" in Rumänien zurück

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Bukarest/Düsseldorf (AFP) - Der finnische Handykonzern Nokia hat den von Gewerkschaftern erhobenen Vorwurf der "Sklaverei" in seinem neuen Werk in Rumänien zurückgewiesen. In dem Werk in Jucu würden "die höchsten Standards der Arbeitsgesetzgebung" eingehalten, erklärte der Konzern am Mittwoch. Der rumänische Gewerkschaftsbund Cartel Alfa hatte zuvor kritisiert, Nokia wolle in Jucu eine "neue Form der Sklaverei" einführen. Derweil nahmen die deutsche Nokia GmbH und Arbeitnehmervertreter nach Betriebsratsangaben "Vorabgespräche" über einen Interessenausgleich für die Mitarbeiter des Bochumer Werks auf, das zur Jahresmitte geschlossen werden soll. Einzelheiten wurden nicht bekannt.

In Jucu war am Montag vergangener Woche das erste Nokia-Handy vom Band gelaufen. Im Gegenzug soll das Werk in Bochum mit 2300 Beschäftigten dicht gemacht werden. Derzeit arbeiten in dem rumänischen Werk 350 Angestellte, bis Ende 2009 sollen es 3500 werden. Laut dem rumänischen Gewerkschaftsbund will Nokia die Beschäftigten in Jucu über eine Änderung des rumänischen Arbeitsgesetzes 60 bis 70 Stunden statt 48 Stunden in der Woche arbeiten lassen. Nokia dementiere dies "nachdrücklich", erklärte der finnische Konzern.

Die Gespräche über einen Interessenausgleich für die Bochumer Mitarbeiter begannen am Mittwoch an einem geheim gehaltenen Ort. Mit schnellen Ergebnissen wurde nicht gerechnet. Belegschaft und Öffentlichkeit sollen voraussichtlich am Freitag über Zwischenresultate der Verhandlungen informiert werden.

(20.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)