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19.02.2008 - Software für den Steuerdschungel

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Berlin (AFP) - Computerprogramme sind eine gute Alternative zu endlosen Steuerformularen. Sie übernehmen das Ausfüllen und geben Tipps fürs Steuernsparen. Im Gegensatz zur Rechnung des Steuerberaters sind die Kosten für die Software bis zu 100 Euro sogar von der Steuer absetzbar. In sehr komplizierten Fällen ist ein Steuerberater aber meist dennoch die bessere Wahl.

GRUNDSATZENTSCHEIDUNG: Es gibt zwei Klassen von Steuersoftware. Preiswerte und schlichte Lösungen kosten zwischen zehn und 40 Euro und sind teilweise auch im Supermarkt zu haben. Sie helfen insbesondere bei einfachen Steuerfällen. Auch das kostenlose Programm Elster-Formular der Finanzämter ist für einfache Fälle geeignet - hier gibt es allerdings keine Steuerspartipps. Bei komplizierten Fällen sollten Verbraucher etwas tiefer in die Tasche greifen. Selbstständige, Kapitalanleger, Immobilienbesitzer und ungeübte Anwender, die Orientierung und Hilfe brauchen, sind mit den umfangreichen Programmen besser bedient. Wer sich einmal für ein Programm entschieden hat, sollte dabei bleiben - das spart die Zeit fürs Einarbeiten und erleichtert die Übernahme von Daten aus dem Vorjahr.

INSTALLATION: Die Installation läuft bei den meisten Programmen problemlos. Das Nachsehen haben aber Nutzer von Apple-Computern oder Rechnern mit Linux, denn die meisten Programme gibt es nur für Windows. Eine Alternative sind dann reine Internetprogramme. Diese haben oft aber die wenigsten Detailfragen. Achtung: Bei Installation des verbreiteten WISO-Sparbuchs wird ein Update-Abonnement angeboten. Das ist jedoch teuer und sollte hartnäckig abgelehnt werden. Wer das Programm im Internet kauft, muss das Abo aber nehmen. Bei allen Programmen ist direkt nach Installation eine Aktualisierung Pflicht, da bei der Programmierung die neuesten Steueränderungen noch nicht berücksichtigt wurden.

ERSTE SCHRITTE: Am Anfang steht bei allen Programmen die Eingabe der persönlichen Daten wie Name, Adresse, Anzahl der Kinder, Steuernummer und zuständiges Finanzamt. Dabei erkennen inzwischen fast alle Programme die Wahl der richtigen Veranlagung und wählen die benötigten Formulare aus.

MENÜFÜHRUNG: Die meisten Programme bieten verschiedene Modi zur Eingabe der Daten: Versierte Benutzer können die einfache Formulareingabe wählen, für Einsteiger bietet sich der so genannte Interview-Modus an - hier fragt das Programm Schritt für Schritt die nötigen Daten ab. Bei den meisten Programmen wie Steuer-Sparpaket und Taxman tauchen jeweils Steuerspartipps und Erklärungen am Bildschirm auf, auch gibt es teils Verknüpfungen zu Nachschlagewerken. Das WISO-Sparbuch bietet zudem eine Reihe erklärender Videos an. Die Qualität dieser Tipps unterscheidet die preiswerten oft von den teureren Programmen. Laien wird unbedingt die Nutzung des jeweiligen elektronischen Handbuchs empfohlen.

AB ZUM FINANZAMT: Viele Programme überprüfen die Eingaben der Nutzer direkt bei der Eingabe oder vor dem Abschluss auf Plausibilität. Elster macht das etwas grober, die Kaufsoftware genauer. Damit lassen sich vor allem Tippfehler und Zahlendreher vermeiden. Zudem informieren die Programme über den Stand der Steuererstattung oder -nachzahlung. Die meisten Programme schicken die Steuererklärung dann auch direkt über das Internet an das Finanzamt. Untersuchungen zufolge werden sie dort häufig ungeprüft durchgelassen. Nur bei ungewöhnlich hohen Werbungskosten schlägt der Computer des Finanzamts Alarm.

(19.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)