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14.02.2008 - Finnische Regierung verteidigt Nokia-Werksschließung in Bochum

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Helsinki (AFP) - Die finnische Regierung hat die Schließung des Bochumer Nokia-Werks gegen Kritik aus der deutschen Politik verteidigt. "Es ist nicht Sache der Politik, zu sagen, welches Unternehmen in einem Land bleiben soll und welches nicht", sagte Finnlands Wirtschaftsminister Mauri Pekkarinen der Zeitung "Keskisuomalainen" vom Donnerstag. Die Lissabon-Strategie der EU ziele darauf, aus Europa den wettbewerbsfähigsten Kontinent der Welt zu machen. "Wenn die Staaten sich in die Entscheidungen der Unternehmen einmischen, können wir die Lissabon-Strategie gleich ins Feuer werfen", fügte Pekkarinen hinzu.

Der weltgrößte Handybauer Nokia hatte im Januar angekündigt, sein Werk in Bochum zu schließen und nach Rumänien zu verlagern. Dies hatte einen Sturm der Entrüstung in Deutschland ausgelöst. Auch Politiker der Bundesregierung und des Lands Nordrhein-Westfalen hatten die Entscheidung scharf kritisiert.

Die finnische Regierung ist selbst wegen der Verlagerung von Arbeitsplätzen in der Kritik. Dort hat der Papier-Hersteller Stora Enso, an dem der finnische Staat einen Anteil von 12,3 Prozent hält, die Schließung zweier Fabriken angekündigt. Die Opposition wirft der Mitte-rechts-Regierung vor, nicht genug zu tun, um Stora Enso zum Erhalt der Arbeitsplätze im Land zu bewegen.

(14.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)