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12.02.2008 - Einträge im Internet unter Spitznamen verfassen

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Berlin (AFP) - Besonders Jugendliche kommunizieren gern und viel über das Internet und veröffentlichen dort private Einzelheiten. Doch das kann später zu Problemen führen: Denn egal ob Videos von feuchtfröhlichen Abenden, alberne Kommentare im Blog eines Freundes oder Geprotze mit der Liebelei vom Wochenende in einem Forum - im Netz bleibt so manche Jugendsünde ewig erhalten. Möglicherweise stößt einmal ein Arbeitgeber darauf, der Bewerber auch im Netz mit Hilfe von Suchmaschinen überprüft. Die Nachrichtenagentur AFP gibt Tipps, wie nicht zu viel Privates in den "ewigen Speicher" gerät:

VORSICHT

Beim Einstellen ins Internet von Videos, Fotos und Kommentaren - selbst verfassten oder von Freunden über einen selbst - sollte immer überlegt werden, ob die Informationen auch noch in einigen Jahren frei zugänglich sein sollen. Im Gegensatz zu allen Beteiligten vergisst das Internet nicht das Video vom nächtlichen Nacktbaden im örtlichen Freibad. Im Zweifelsfall also lieber nicht ins Netz stellen.

SPITZNAMEN

Bloß nicht Vor- und Namen vollständig nennen. Auch bei häufigen Namen läßt sich in Kombination mit Wohnort, Themen oder anderen Anhaltspunkten wie etwa der besuchten Universität viel über eine Person herausfinden. Wer Einträge in Foren, Blogs und Chats immer unter einem "Nickname" genannten Pseudonym verfasst, muss sich nicht noch nach Jahren Sorgen machen.

DATENSCHUTZ DER ANBIETER

Vor Anlegung eines Profils auf einer Community-Seite unbedingt die Datenschutzerklärung des Anbieters nachlesen. Außerdem sollte überprüft werden, ob mit einer Anmeldung der Weitergabe von Daten an beispielsweise werbetreibende Firmen zugestimmt wird - und ob sich dies vermeiden lässt. Ändert der Anbieter seine Bedingungen und will nachträglich die Zustimmung zur Weitergabe von Daten, sollte über einen Verbleib in der Community nachgedacht werden.

SPARSAMKEIT

Wer sich bei Community-Seiten anmeldet und unter seinem richtigen Namen gefunden werden möchte, sollte mit der Angabe privater Informationen sparsam sein. Für "virtuelle Fährtensucher" reichen oft wenige Angaben zur Erstellung eines Persönlichkeitsprofils.

ZUGANGSBARRIEREN

Profile und Blogs können mit Zugangsbarrieren versehen werden. Das heißt, nur wer eine Berechtigung erhält, darf die Informationen ansehen. Also werden sie auch nicht von Suchmaschinen gefunden, die sie für Internetnutzer aus aller Welt zugänglich machen.

(12.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)