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28.01.2008 - Nokia-Spitze und Landesregierung setzen "Arbeitsteam" ein

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Protestaktion gegen Stellenabbau bei Nokia
Düsseldorf (AFP) - Nach der angekündigten Schließung des Bochumer Nokia-Werks haben die Spitze des finnischen Handykonzerns und die Landesregierung in Düsseldorf die Einsetzung eines Arbeitsteams verabredet. Das Team solle sofort eingesetzt werden und "innovative Lösungen für die Zukunft des Nokia-Standortes Bochum" suchen, teilte die nordrhein-westfälische Landesregierung nach einem Gespräch von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) mit Nokia-Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo mit.

Die Teilnehmer werteten das Treffen als "wichtiges Gespräch zwischen Land, Bund und Nokia-Unternehmensleitung, dem weitere folgen müssen". Das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium verbreitete nach der Unterredung zunächst lediglich eine kurze Mitteilung. Darin heißt es weiter, Bundes- und Landesregierung legten "großen Wert darauf, dass die Unternehmensleitung kurzfristig in ausführliche Gespräche mit dem Betriebsrat eintritt und bereit ist, auch dessen Vorstellungen für den Standort zu erörtern". Die Regierungen in Bund und Land würden "den gesamten Prozess und die Suche nach einer positiven Lösung für Nokia und die Mitarbeiter weiterhin konstruktiv begleiten".

Nokia hatte hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, das Bochumer Werk mit 2300 Mitarbeitern zur Jahresmitte dicht zu machen und die Produktion nach Rumänien und Ungarn verlagern. Der finnische Konzern begründet den Schritt mit hohen Arbeitskosten und einem "generell hohen Kosteniveau" in Deutschland.

(28.01.2008 / Quelle: © 2008 AFP)