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20.01.2008 - Deutsche Firma baut Nokia-Werk in Rumänien

Bochumer Nokia-Werk
Die Firma Goldbeck tritt den Angaben zufolge in Rumänien als Generalunternehmer mit eigenen Monteuren und in Deutschland vorgefertigten Bauteilen auf. Unterstützung vom rumänischen Staat gebe es nach Informationen aus Unternehmenskreisen keine, hieß es weiter.
Rüttgers sagte der "Bild am Sonntag": "Ein Konzern muss Vertrauen schaffen. Er darf die Menschen nicht verunsichern." Wer durch Abwandern und Jobvernichtung "massiv Angst verbreitet, der bremst den Aufschwung, der stört die gesamte Konjunktur des europäischen Binnenmarktes".
Der CDU-Vizevorsitzende will weitere Arbeitsplatzverlagerungen innerhalb der EU verhindern. "Wir brauchen bessere Regelungen, um zu verhindern, dass mit Subventionen Arbeitsplatzverlagerungen innerhalb der Europäischen Union finanziert werden. Auch das schafft Wut und Angst und Konsumzurückhaltung: Gift für die Konjunktur. Wir brauchen jetzt sofort eine umfassende Debatte EU-Bund-Länder über diese Zusammenhänge", sagte Rüttgers.
Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Hubertus Schmoldt sagte dem Blatt: "Was die Menschen verärgert und sie den Glauben an unsere Wirtschaft verlieren lässt, sind die urplötzlichen, überfallartigen Ankündigungen von Stellenstreichungen. Dabei sind diese Vorgänge von langer Hand geplant", sagte Schmoldt.
Der Chef des Deutschen Instituts für Markenbewertung, Michael Hartung, erwartet, dass die angekündigte Werksschließung in Bochum dem Handyhersteller mehr schadet als nutzt. "Der Schaden für die Marke wird auch mittelfristig größer sein als der Gewinn an Produktivität", sagte Hartung der "Bild am Sonntag". Er rechne mit einem "Umsatzdämpfer von zehn bis 15 Prozent in Deutschland, am Anfang deutlich mehr".
(20.01.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



