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02.05.2008 - Stadt Leipzig stellt Lärmkarten online

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Blick auf Leipzig

Blick auf Leipzig
Auf der Website der Stadt Leipzig können sich die Besucher seit kurzem über die Lärmbelastung in der Messestadt informieren. Tabellen und Karten stellen für große Teile der Stadt die Belastung durch Kfz- und Straßenbahnverkehr dar. Außerdem zeigen die Karten an, wenn so genannte Auslösewerte überschritten werden und somit Maßnahmen zur Minderung des Lärms notwendig sind. Dem Umweltamt zufolge werden die Lärmkarten im Abstand von fünf Jahren nach dem Zeitpunkt ihrer Erstellung überprüft und bei Bedarf überarbeitet. Damit erfüllt die Stadt Leipzig eine wesentliche Vorgabe der EU-Umgebungslärmrichtlinie und informiert die Bevölkerung über die vorhandene Lärmbelastung.

Die in den Karten dargestellten Lärmbelastungen wurden rechnerisch mit Hilfe vorgeschriebener Berechnungsverfahren ermittelt. Grundlage dieser Berechnungen waren Geobasisdaten, wie beispielsweise Geländehöhen oder die Lage und Höhe von Gebäuden, Daten über Menge und Art des Verkehrsaufkommens, Einwohnerdaten sowie Daten über Gebäudenutzungen. Berechnet wurden die so genannten Lärmindizes LDEN und LNight. LDEN kennzeichnet die Lärmbelastung eines ganzen Tages über 24 Stunden. LNight stellt die Lärmbelastung während der acht Nachtstunden von 22.00 bis 6.00 Uhr dar. Es handelt sich um Mittelungspegel, die das Lärmgeschehen über ein ganzes Jahr abbilden. D. h. Schwankungen des Verkehrsaufkommens im Tages-, Wochen- oder Jahresverlauf werden ausgeglichen.

Derzeit ermittelt das Amt für Umweltschutz die Lärmbelastung von Gewerbe- und Industriegeländen, so die Stadt Leipzig. Inwieweit der Flugverkehr in die Lärmkartierung aufgenommen werden muss, könne aber erst entschieden werden, wenn sich der neu strukturierte Flugbetrieb eingespielt hat. Für die Ausarbeitung der Karten für den Eisenbahnverkehr liegt die Zuständigkeit beim Eisenbahnbundesamt. Ergebnisse dieser Untersuchungen werden auch hier noch erwartet. Die Lärmkarten sind über leipzig.de einzusehen.

(02.05.2008 / Quelle: saxxess.com / Stadt Leipzig / Bild: Stadt Leipzig)