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09.04.2008 - Sächsische Wissenschaftler präsentieren Mikro- und Nanotechnik in Spanien

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Forscher des Zentrums für Mikrotechnik an der TU Chemnitz und des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (Fraunhofer IZM) beteiligen sich vom 9. bis 10. April am Kongress "Smart Systems Integration 2008" in Barcelona. Dort stellen sie den Smart Systems Campus vor, der bis 2009 in unmittelbarer Nähe zum Universitätscampus in Chemnitz entstehen soll. Auf einem Gelände von 4,5 Hektar werden dabei Gebäude für die Technische Universität, das Fraunhofer-Institut und Gewerbeflächen errichtet. Der Smart Systems Campus gehört zu den acht ausgewählten Teilnehmern der Initiative "Welcome to Nanotech Germany", einem Teil des Projektes "Deutschland - Land der Ideen". Smart System Integration bildet die Schnittstelle zwischen den immer kleiner werdenden Strukturen der Mikro-/Nanoelektronik und den in der Regel erheblich gröberen Strukturen der Anwendungssysteme.

"Smart Systems Integration" ist die Nachfolgeveranstaltung der "Micro System Technologies", die seit 1990 von der Mesago Messe Frankfurt GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer IZM organisiert wurde. "Wir gehen davon aus, dass die Veranstaltung ein großer Erfolg wird", schätzt Mario Baum vom Zentrum für Mikrotechnologien ein. Vorsitzender des Kongresses ist Prof. Dr. Thomas Geßner, Direktor des Zentrums für Mikrotechnologien der TU Chemnitz und Leiter des Fraunhofer IZM, Institutsteil Chemnitz. Die Veranstaltung wird außerdem maßgeblich von der europäischen Technologieplattform EPoSS (European Platform on Smart Systems Integration) unterstützt.

Was verstehen die Wissenschaftler unter Smart Systems Integration? "Aus verschiedenen Einzelkomponenten entsteht ein System, das über Sensorik Informationen gewinnen und diese mittels Elektronik verarbeiten kann. Das System ist zudem in der Lage, Signale und Daten zu kommunizieren und eine aktive Rückmeldung an die Umgebung zu leisten", erläutert Prof. Geßner. Diese Komponenten und letztlich auch das Gesamtsystem unterliegen den Trends der heutigen Zeit: Miniaturisierung, Netzwerkfähigkeit, Energieautonomie und Zuverlässigkeit. "Zunehmende Komplexität und Interdisziplinarität stellen weltweit höchste Ansprüche an die Entwicklerteams, die sich oft auch gleichzeitig auf den Gebieten wie der Mikrosystemtechnik, Optik, Fluidik, Biologie, Medizin und Elektronik bewegen müssen", so der Chemnitzer Universitätsprofessor.


An der TU Chemnitz sind derzeit knapp 10.700 Studierende immatrikuliert. In Forschung und Lehre wird besonderer Wert auf Interdisziplinarität gelegt, so dass die Mathematik sowie die Ingenieur- und Naturwissenschaften eng mit den Wirtschaftswissenschaften wie auch den Geistes- und Sozialwissenschaften verknüpft sind.

(09.04.2008 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz )