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25.03.2008 - Öffentliche Vorlesungsreihe an der HTWK Leipzig über Geld in der Computerspielewelt

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Das Studium generale im Sommersemester 2007 zum Thema Computerspiele

Das Studium generale im Sommersemester 2007 zum Thema Computerspiele
"Geld und Spiele - Computerspiele mit echtem Spielgeld" ist das Thema der neuen Vorlesungsreihe des Studium generale an der HTWK Leipzig. Dabei dreht sich im Sommersemester 2008 alles um die Rolle des Geldes bei Computerspielen, sowohl in Vorlesungen als auch in Spielekonstruktionsseminaren. "Die Veranstaltung wendet originäre Forschungsergebnisse der Autoren auf das Gebiet der digitalen Spiele an und versucht - in Zusammenarbeit mit den Studierenden der verschiedenen Fachgebiete -, diese durch Erprobung im Spiel weiterzuentwickeln. Vergleichbare Ansätze gibt es weltweit nicht", sagt einer der Initiatoren, HTWK-Professor Klaus Bastian.

Damit knüpft die HTWK an die im letzten Jahr angebotene Reihe "Computerspiele und E-Welt als Experimentierfeld für Gesellschaft" an. Im Sommersemester 2007 ging es darum, ein Computerspiel zu konzipieren, das Kreditgeschäfte spielen lässt, allerdings noch ohne Geldnutzung. Am Ende der diesjährigen Ringvorlesung soll nun ein darüber hinaus gehendes Spiel stehen, in dem mit "echtem Spielgeld" kreditiert und gehandelt wird. Den Organisatoren schwebt ein gesellschaftlich realitätsnahes Computerspiel vor.

"Wer Gesellschaft so korrekt wie möglich in einem Computerspiel konstruieren will, der sollte wissen, wie Geld in einer Gesellschaft in die Welt kommt", sagt der Leiter des Studium generale an der HTWK Leipzig, Hans-Ulrich Niemitz. Brettspiele wie Monopoly und Computerspiele wie z. B. "World of Warcraft" verklären aus seiner Sicht märchenhaft die Wirklichkeit, da hier das Geld einfach von der Bank oder in Form von Goldstücken vom Spielhersteller geliefert werde. "Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, woher das Geld wirklich kommt", so Niemitz. Dem will man in der Ringvorlesung auf den Grund gehen. Die Studierenden sollen Geld spielend begreifen und erkennen, welche Rolle es in einer Gesellschaft einnimmt.

Bis zum 11. Juni finden jeweils mittwochs um 17.15 Uhr die einzelnen Vorlesungen und Seminare statt. Höhepunkt des Studium generale soll die "Lange Nacht der Computerspiele" am 26. April 2008 sein. Neben dem Einführungsvortrag "Vom Pixel-Dukaten zum Linden-Dollar" von Spiele-Journalist René Meyer um 16 Uhr wird ab 17.30 Uhr die ganze Nacht lang im Zuse-Bau der Hochschule durchgespielt. Partner dieser Veranstaltung sind Mitglieder des Leipziger Spiele-Stammtisches sowie Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau und der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin.

Das komplette Programm zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.


Die HTWK Leipzig wurde 1992 gegründet, entstand jedoch nicht neu, sondern setzt eine lange Tradition technischer Bildungseinrichtungen sowie der mit der Buchstadt Leipzig eng verbundenen Lehrstätten für Bibliothekare, Buchhändler, Museologen und Polygrafen fort.

(25.03.2008 / Quelle: saxxess.com / HTWK Leipzig / Bild: HTWK Leipzig, Prof. Klaus Bastian)