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18.03.2008 - Experten diskutieren in Dresden über das Potenzial gedruckter Elektronik

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Logo Printed Electronics Europe 2008

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Die größte Konferenz in Europa zu gedruckter Elektronik wird dieses Jahr in Dresden ausgerichtet. Die "Printed Electronics Europe 2008" findet am 8. und 9. April 2008 im Internationalen Congress Center statt. Der Veranstalter, das britische Unternehmen IDTechEx, erwartet wichtige Referenten und Wissenschaftler sowie über 600 Teilnehmer. Die Konferenz wurde bislang immer im englischen Cambridge abgehalten. Aufgrund ihres Erfolgs fand sich dort jedoch kein Veranstaltungort, der groß genug gewesen wäre, so Chris Clare von IDTechEx gegenüber saxxess.com. Somit endschied man sich für Dresden als neuen Konferenzort, nicht zuletzt da die sächsische Landeshauptstadt mit Unternehmen wie Plastic Logic, Novaled oder MicroEmmissive Displays ein wichtiger Technologiestandort der Branche ist.

Neben "Masterclasses", die von Experten geleitet werden, Workshops oder einem Investitionsgipfel steht am 8. April auch wieder die Verleihung der Printed Electronics Awards auf dem Programm. Die Konferenz wird außerdem von einer Ausstellung zum Thema begleitet, zu der sich mehr als 60 Aussteller angemeldet haben. Darunter auch Unternehmen aus Sachsen, wie printed systems aus Chemnitz.

Auf der diesjährigen Printed Electronics Europe stellt printed systems eine neue Generation von vollständig gedruckten Datenspeichern vor. Dank eines speziellen Massendruckverfahrens sei das Unternehmen nach eigener Aussage in der Lage, gedruckte Elektronik kostengünstig und in großen Mengen anzufertigen. Die Schaltkreise aus elektrisch-aktiven Kunststoffen werden zwischen zwei Papierschichten gedruckt, wodurch sie geschützt und kopiersicher sind. Dabei sei Papierelektronik umweltfreundlich und lasse sich einfach wie normales Papier recyceln, so printed systems.

Am Messestand demonstrieren die Experten aus Chemnitz die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten ihrer Produkte. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der CROSSLINK-Technologie, die mit read@home-Produkten eine Brücke zwischen Papier und Internet schlägt. CROSSLINK besteht aus Papierkarten mit eingedrucktem Datenträger sowie einem plug-and-play-Lesegerät, das über USB an alle Computer angeschlossen werden kann. Jede Karte ist mit einem Code programmierbar, wodurch eine eindeutige Identifizierung möglich ist.

"Schon heute können wir in unserem Werk in Chemnitz täglich mehrere Millionen von Datenträgern herstellen", erklärt Andreas Ehrle, Managing Director bei printed systems. "Zum ersten Mal lässt sich das von Analysten vorhergesagte immense Potenzial dieser Zukunftstechnologie ausschöpfen."

Momentan wird die Papierelektronik von printed systems vor allem im Dialogmarketing und im Bereich Gaming eingesetzt. Ein weiteres denkbares Einsatzgebiet ist der Entertainment-Bereich, bei dem die gespeicherten Sicherheitscodes eine Micropayment-Funktion realisieren, um den exklusiven Zugang zu Medieninhalten zu gewähren - beispielsweise zum Herunterladen von Inhalten aus dem Internet oder bei Video-on-demand-Diensten. Doch dies sei erst der Anfang: Durch gedruckte Elektronik könnten in Zukunft Tapeten per Knopfdruck die Farbe wechseln oder Zeitungen mit Hilfe von gedruckten Displays kleine Filme abspielen. Und es sind eben diese Trends und Visionen, die auf der "Printed Electronics Europe 2008" in Dresden diskutiert werden sollen.


Das in Chemnitz ansässige Unternehmen printed systems wurde 2003 als Spin-Off des Instituts für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz gegründet. Neben zahlreichen Kooperationen aus Wirtschaft und Wissenschaft ist Evonik Industries der strategische Partner von printed systems. Das Unternehmen ist Komplettsystemlieferant für Papierelektronik und verfügt über eine Elektronikdruckfabrik in Chemnitz.

(18.03.2008 / Quelle: saxxess.com / IDTechEx / printed systems / Bild: IDTechEx)