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14.03.2008 - Dresdner Wissenschaftler helfen beim akzentfreien Sprechen

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Um die komplexen Feedbackfunktionen zu entwickeln, setzen die Forscher und Entwickler um Projektmanager Oliver Jokisch Verfahren der Spracherkennung und der Sprachsynthese ein, mit deren Hilfe akzentbedingte Abweichungen von der Standardaussprache aufgedeckt werden können. Zusätzlich zur akustischen Ein- und Ausgabe wurden auch visuelle Feedbackfunktionen, zum Beispiel die Darstellungen der Lippenartikulation des Sprechers sowie animierter Sprechorgane, in das AZAR-Programm integriert.
Neue linguistische Untersuchungen der Dresdner Arbeitsgruppe, die das Erlernen der deutschen Sprache durch Nichtmuttersprachler dokumentieren, bauen auf Ergebnissen des Prototyps AZAR I aus dem Jahr 2005 auf. Hinzu gekommen sind vor kurzem Untersuchungen zur Aneignung der Umlautvokale 'ö' und 'ü' durch Sprecher mit Ausgangssprache Russisch. Der entsprechend entworfene Übungsprozess setzt zunächst bei einem Parameter an, zum Beispiel dem Öffnungsgrad eines Vokals. Im weiteren Verlauf kommen dann Verhältnisgrößen hinzu, etwa die Relation zwischen Öffnungsgrad und Vokaldauer.
Im EU-Nachfolgeprojekt "Euronounce" erweitern die Dresdner Sprachforscher ihr Konzept nun auf andere mittel- und osteuropäische Sprachen (Tschechisch, Slowakisch, Polnisch) und, auf die zu erwartende starke Nachfrage hin, auch auf Englisch. Dabei arbeiten sie gemeinsam mit neuen Partnern, u. a. der Universität Poznan, der Slowakischen und der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Dresdner Goethe-Institut. Ziel ist es, möglichst vielen Fremdsprachlern zum akzentfreien Beherrschen der deutschen Sprache zu verhelfen.
Die Technische Universität Dresden geht auf die 1828 gegründete Technische Bildungsanstalt Dresden zurück und gehört damit zu den ältesten technisch-akademischen Bildungsanstalten Deutschlands. Sie ist eine Universität mit geistes-, natur- und ingenieurwissenschaftlichem sowie medizinischem Fächerspektrum, die ihren Ruf vor allem den Natur- und Ingenieurwissenschaften verdankt. Mit rund 35.000 Studierenden, etwa 4.200 fest angestellten Mitarbeitern (ohne Medizinische Fakultät) - darunter 419 Professoren - sowie fast 2.000 Drittmittelbeschäftigten (mit Medizinischer Fakultät) ist sie heute die größte Universität Sachsens.
(14.03.2008 / Quelle: saxxess.com / TU Dresden / Bild: TU Dresden)



