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25.02.2008 - Aus Games Convention wird GAMESCom - Branchenmesse wechselt von Leipzig nach Köln

BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters
Entscheidende Faktoren, die einen Standortwechsel nötig machten, waren demnach die Verlagerung in den September. "Wer Südeuropa einbeziehen will, kann keine Messe im August veranstalten", sagte Wolters, bestritt aber gleichzeitig nicht, dass die Leipziger Messe ebenfalls bereit gewesen wäre, die GC künftig im September auszurichten. Viel wichtiger allerdings wären die in der Vergangenheit oft zitierten Hotelkapazitäten und die kurzen Flugzeiten sowie internationalen Anbindungen der Flughäfen. In Leipzig wären mit 185.000 Besuchern im vergangenen Jahr bereits sämtliche Hotelbetten belegt, vor allem im oberen Preissegment hätte es massiven Bedarf gegeben.
Mit Köln habe man den Standort gefunden, der dem europäischen Anspruch gerecht werde. Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse, erklärte: "Wir haben in 88 Hotels etwa 80.000 Betten zur Verfügung. Unsere Tochtergesellschaft Koelnmesse Service kauft und reserviert auf eigenes Risiko Betten." Nicht nur im oberen Sternebereich, sondern auch im unteren Segment, etwa mittels Privatbetten, habe man so in allen Kategorien Betten zur Verfügung. Geldzahlungen oder die Einwirkung von Branchenriese Electronic Arts hätten keine Rolle bei der Suche nach einem neuen Standort gespielt.
Inhaltlich soll sich die GAMESCom stärker auf das Fachpublikum orientieren. Dem trägt zum einen die Verlagerung in den September Rechnung, der in erster Linie junge Besucher an den Wochentagen ausschließt. Auf die Frage, was genau die GAMESCom ausmache, antworteten sowohl Olaf Wolters als auch Oliver P. Kuhrt ausweichend. Man wolle und könne über Details keine Auskunft geben, weil zum einen noch eine GC ins Haus stehe und andererseits die Entwicklung noch laufe. Auch zur Vertragslaufzeit äußerten sich beide Partner nicht. Zusagen gab es aber im Familienbereich. Ähnlich dem jetzigen GC-Family-Segment sollen "natürlich die Gelegenheitsspieler und die Familienunterhaltung auch in Köln eine Chance bekommen." Wahrscheinlich ist, dass es aber keinen extra Bereich wie in Leipzig gibt. In der Vergangenheit habe man bereits mit der Leipziger Messe überlegt, ob nicht "die gesamte GC auch GC Family ist und man alles verschmelzen sollte", so Wolters.
Die Namensfindung und Markenentwicklung für die neue Messe in Köln sei bereits 2004 begonnen worden. "Vor vier Jahren haben wir die Marke GAMESCom registriert und beschäftigen uns intensiv mit der Branche", informierte Kuhrt. Laut Olaf Wolters müsse sich dieser Marke nun weiterentwickeln und beweisen. Auf die Frage eines anwesenden Journalisten, ob der Name gewählt wurde, um das Kürzel GC beizubehalten, antwortete Wolters: "Nein, das wäre ja eine Mogelpackung."
Auf einer Pressekonferenz am Montag Nachmittag wollen Wolfgang Marzin, Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH, und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung ihr Konzept für eine Fortführung der GC - Games Convention darlegen.
(25.02.2008 / Quelle: saxxess.com / Bild: saxxess.com)



