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08.02.2008 - Qimonda belastet Infineon weiterhin

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Die Infineon Technologies AG hat gestern die Ergebnisse für das erste Quartal (Oktober bis Dezember 2007) des Geschäftsjahrs 2008 vorgelegt. Der Umsatz von Infineon ohne das Tochter-Unternehmen Qimonda lag in diesem Zeitraum bei 1,09 Milliarden Euro und damit 3 Prozent unter dem Wert des Vorquartals, jedoch 14 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Dabei ist der Umsatz im Segment Communication Solutions gestiegen und im Segment Automotive, Industrial & Multimarket zurückgegangen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von Infineon (ohne Qimonda) lag im ersten Geschäftsquartal bei 65 Millionen Euro, im Gegensatz zu einem Verlust von 25 Millionen Euro im Vorquartal. Aufgrund der schlechten Qimonda-Quartalszahlen, die vor zwei Wochen bekannt gegeben wurden, fällt das Ergebnis des gesamten Konzerns negativ aus: Das EBIT betrug minus 368 Millionen Euro im letzten Quartal.

Umsatz und EBIT im Geschäft mit Automobilelektronik waren im Vergleich zum Vorquartal rückläufig. Die Gründe dafür sieht Infineon in saisonbedingten Effekten, Währungseffekten, in der schwachen Nachfrage von US-amerikanischen Automobilherstellern und jährlichen Preissenkungen für Großkunden. In den Bereichen Industrieelektronik & Multimarket waren Umsatz und EBIT auf Grund der saisonbedingten Schwäche des Consumer-, Computer- und Telekommunikationsmarkts rückläufig, so das Unternehmen. Dazu hätten auch Währungseffekte und der Verkauf des Anteils am Geschäft mit bipolaren Leistungshalbleitern beigetragen.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 erzielte das Segment Communication Solutions einen Umsatz von 356 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal und von 51 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Quartal des Vorjahrs. Laut Infineon verzeichnete der Bereich Drahtlose Kommunikation vor allem durch die Konsolidierung des von LSI erworbenen Mobilfunkgeschäfts und den anhaltenden Absatzanstieg bei Mobiltelefon-Plattformen wie erwartet einen beträchtlichen Umsatzzuwachs. Der Umsatz im Bereich Breitbandlösungen - ohne Berücksichtigung des von TI übernommenen Geschäfts mit DSL-Teilnehmerendeinrichtungen - war im Vergleich zum Vorquartal rückläufig. Diese Entwicklung sei durch die anhaltend schwache Nachfrage, insbesondere im Geschäft mit Infrastrukturlösungen, verursacht worden.

"Für das Geschäftsjahr 2008 erwarten wir eine nahezu stabile Performance unseres Segments Automotive, Industrial & Multimarket sowie beträchtliche Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr im Segment Communication Solutions", erklärte Dr. Wolfgang Ziebart, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. "Unser Ziel ist es weiterhin, im Geschäftsjahr 2009 eine Ebit-Marge von 10 Prozent zu erreichen, obwohl die Unwägbarkeiten der globalen Wirtschaft, die ungünstige Entwicklung des Wechselkurses und unser aktualisierter Ausblick das Erreichen dieses Ziels erschweren."


Die Infineon Technologies AG mit Sitz in Neubibach bei München bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket sowie für Anwendungen in der Kommunikation. Der Konzern ist an den Börsen in Frankfurt und New York notiert und beschäftigt weltweit rund 43.000 Mitarbeiter (mit Qimonda). Infineon unterhält in Dresden einen Produktionsstandort, an dem Logikchips mit komplexer Fertigungstechnologie auf Basis von 200-mm-Siliziumscheiben hergestellt werden. Infineon Dresden ist Kompetenzzentrum für Automobil- und Sicherheitsanwendungen.

(08.02.2008 / Quelle: saxxess.com / Infineon Technologies AG / Bild: Infineon Technologies AG)