News-Archiv


25.01.2008 - Primondo schließt Callcenter in Leipzig und Chemnitz

Vorherige Newsmeldung Nächste Newsmeldung
Logo Primondo

Logo Primondo
Die Quelle-Kundenbetreuung per Telefon, Internet und Schriftverkehr wird sich zukünftig auf die drei Kundenzentren in Berlin, Magdeburg und Cottbus konzentrieren. Als Folge davon werden die Kundenzentren in Leipzig, Chemnitz und Essen im Laufe des Jahres stillgelegt. Das teilte Primondo, ein Tochter-Unternehmen der Arcandor AG (früher KarstadtQuelle), heute in Fürth mit. Die beiden sächsischen Callcenter wie auch das in Essen sollen zum 31. Juli 2008 geschlossen werden. In Leipzig gehen damit 226 Arbeitsplätze, in Chemnitz 193 Stellen verloren, so Primondo.

Die Kundenbetreuung wird nun nach Berlin, Sachsen-Anhalt und Brandenburg verlagert. In Berlin und Magdeburg hatte das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr mit erheblichen Investitionen Kommunikationszentren mit insgesamt über 2.000 Mitarbeitern errichtet. Ein drittes Kundenzentrum mit rund 500 Mitarbeitern soll noch im ersten Halbjahr 2008 in Cottbus entstehen. Damit schafft Primondo nach eigenen Angaben an diesen drei Standorten insgesamt 1.300 neue Arbeitsplätze und investiert 30 Millionen Euro in IT und Infrastruktur.

Für die bestehenden Kundenzentren in Leipzig, Chemnitz und Essen habe Primondo in den vergangenen Monaten außerhalb der Gruppe eine Perspektive gesucht. Aufgrund der mangelnden innerbetrieblichen Infrastruktur und zu hoher Kosten haben sich die Standorte jedoch als nicht verkäuflich erwiesen, erklärt das Unternehmen. Damit sei eine Zukunftsperspektive für die drei Callcenter nicht mehr gegeben, so Christian Holtmann, Geschäftsführer der Contact.Group. Wie Primondo-Pressespecher Manfred Gawlas gegenüber saxxess.com betonte, sei die IT-Ausrüstung der Standorte Leipzig, Chemnitz und Essen nicht mehr auf dem Stand der Technik, außerdem seien die Lohnkosten zu hoch. In Leipzig liege man 30 bis 40 Prozent über dem Wettbewerbsniveau, so Gawlas. Die Beschäftigten haben heute offiziell von den geplanten Schließungen erfahren. Das Unternehmen kündigte dabei Verhandlungen mit den lokalen Betriebsräten über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan an.

Laut Primondo befindet sich das Unternehmen derzeit in einer Restrukturierungsphase, die bis Jahresmitte abgeschlossen sein soll. Es stünden keine weiteren Schließungen von Callcenter-Standorten an, bekräftigt Primondo.


Primondo - ein Unternehmensbereich der Arcandor AG mit Sitz in Essen - ist im Distanzhandel tätig. Im Geschäftjahr 2006 hat die Gruppe mit über 20.000 Mitarbeitern in 20 Ländern einen Netto-Umsatz von 4,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Kerngeschäft ist der Universal- und Spezialversand. E-Commerce hat sich im Rahmen des Multi-Channel Angebotes neben Katalog- und Stationärvertrieb in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Vertriebsweg entwickelt. Mit dem TV-Sender HSE24 will Primondo zudem den Vertriebskanal Teleshopping europaweit ausbauen. Kernmarke des Universalversandes ist Quelle.

(25.01.2008 / Quelle: saxxess.com / Primondo / Bild: Primondo)