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20.02.2008 - 30 Schülerteams kämpfen auf der CeBIT um den Titel "RoboKing"

Das Siegerteam des "RoboKing 2007" kam aus Hamburg
Es kann nur einen "RoboKing" geben und gesucht wird er vom 4. bis zum 9. März 2008 auf der CeBIT in Hannover. Der bundesweite Schülerroboterwettbewerb lockte auch dieses Mal wieder viele Teilnehmer an. Doch nur 30 Teams konnten sich im Oktober 2007 in der Qualifikationsrunde gegen ihre Kontrahenten durchsetzen und dürfen nun beim Finale ihre Kräfte messen. Unter ihnen sind viele bekannte Mannschaften wie das sächsische Team "Limbach" vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Limbach-Oberfrohna, das in diesem Jahr gemeinsam mit dem "RoboKing" fünfjähriges Bestehen feiern kann und damit zu einem "Urgestein" des Wettbewerbes zählt. Der "RoboKing" wird von der Professur für Prozessautomatisierung der TU Chemnitz initiiert, um Schüler frühzeitig mit Technik in Berührung zu bringen.Auch neue Teams folgten in diesem Jahr dem Ruf des Königs. So
z. B. die drei zwölfjährigen Schüler Christoph, Dehua und Steffen vom Herder-Gymnasium in Berlin, die als Team "Die Gehirnströme" an den Start gehen und schon in der Qualifikationsrunde mit ihrem Roboter und dessen Programmierung glänzten. Aber auch diesmal sind die Gegner nicht zu unterschätzen. Von der Metall-Holz-Leichtbaukonstruktion bis hin zum kommerziellen Lego-System haben sich die jungen Nachwuchsingenieure mit Spaß und Kreativität viel einfallen lassen, um die Aufgabe zu meistern: Im Zweikampf müssen die autonomen Roboter gegeneinander antreten und auf dem Spielfeld zufällig verteilte Tennisbälle finden und in ihre Heimatbasen transportieren. Wenn jedoch der Roboter Ringe von einem Galgen abzieht, wird das "Tennisballlager" des Gegners geleert. Der Roboter, der die meisten Bälle sammelt, gewinnt das Duell.
An den sechs Messetagen können die CeBIT-Besucher die kleinen Roboter und ihre Tüftler beim Turnier täglich in der Halle 24/Stand C41 hautnah erleben. Aus Sachsen konnten sich vier Teams für das Finale qualifizieren: "Rabbi Loew" vom Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium in Flöha, das Team "BSZ-Freital" aus Freital, eine Schülergruppe vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Limbach-Oberfrohna und das Team "Echobot" des Chemnitzer Johannes-Kepler-Gymnasiums.
Seit 2004 sucht der bundesweite Schülerwettbewerb "RoboKing" jährlich nach dem König der Roboter. Schon heute werden Ingenieure händeringend gesucht, doch die Zahlen der Studierenden in den technischen Richtungen gehen weiter zurück. "Die Schüler sollen erleben, wie viel Spaß es machen kann, komplexe Technik nicht nur zu benutzen, sondern auch selbst zu entwickeln", erläutert der Initiator des "RoboKing" Prof. Dr. Peter Protzel von der TU Chemnitz. "Da ein autonomer Roboter aus Mechanik, Elektronik und Software besteht, findet fächerübergreifendes Lernen quasi automatisch statt." Mittlerweile blickt das Projekt auf eine fünfjährige Geschichte zurück. In vielen Schulen wurden Technik-Arbeitsgemeinschaften gegründet, die Sponsorenliste mancher Teams ist beeindruckend und die Konstruktionen der Schüler lassen sogar gestandene Ingenieure staunen.
(20.02.2008 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz)