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24.04.2007 - Europaparlament kritisiert Glos wegen Roaming-Tarifen

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Straßburg (AFP) - Im Streit um niedrigere Kosten für Auslands-Handygespräche hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) Kritik aus dem Europaparlament kassiert. Glos' Vorschlag, die Kosten für das so genannte Roaming EU-weit auf maximal 60 Cent pro Minute für abgehende und 30 Cent für angenommene Anrufe zu deckeln, sei nicht sehr kundenfreundlich, monierte die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler, die dem Industrieausschuss vorsitzt, am Dienstag in Straßburg. Die Zahlen lägen "kaum unter den heutigen Tarifen", erklärte Niebler. Das Parlament hatte sich zuvor für maximal 40 und 15 Cent ausgesprochen.

Glos als amtierender EU-Ratsvorsitzender warf dem Parlament im "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) vor, "taktisch bedingt" niedrige Preise zu fordern. "Ich möchte mich an diesem Wettbewerb um die niedrigsten Sätze nicht beteiligen", unterstrich er. Nach Angaben Nieblers sind Rat und Parlament in den derzeit laufenden Kompromissverhandlungen auch in einem zweiten Punkt weiter uneins: Während das Parlament die neuen Tarife automatisch für alle Handykunden durchsetzen will, fordert Glos ein Modell, nach dem sich jeder Verbraucher gezielt dafür entscheiden müsste.

Rat und Parlament wollen sich Niebler zufolge am 2. Mai auf ein Gesamtpaket verständigen. Kunden könnten dann frühestens im Herbst günstiger im EU-Ausland telefonieren.

(24.04.2007 / Quelle: © 2007 AFP)