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23.04.2007 - Gewerkschafts-Dachorganisation droht Telekom-Aktionär Blackstone

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Berlin (AFP) - In ihrem Widerstand gegen die Ausgliederung von etwa 50.000 Beschäftigten der Deutschen Telekom bekommt Verdi Unterstützung von internationalen Gewerkschafts-Dachorganisationen. Der Generalsekretär der UNI Global Union, Philip Jennings, habe dem Telekom-Großaktionär Blackstone mit Entzug von Investitionen gedroht, teilte Verdi am Montag mit. US-Gewerkschaften haben demnach mehrere Milliarden Dollar Pensionsgelder in Fonds auch von Blackstone angelegt. Der Fonds ist mit einem Anteil von 4,5 Prozent nach dem Bund und der Kreditanstalt für Wiederaufbau der größte Aktionär der Telekom und drängt auf eine rasche Umstrukturierung des Konzerns, um den Aktienkurs zu verbessern.

"Die derzeitigen Pläne der Deutschen Telekom sind drastisch und nicht akzeptabel", zitierte Verdi aus einem Brief von Jennings an Blackstone-Chef Steven Schwarzman. Die UNI Global Union hat nach eigenen Angaben weltweit 15,5 Millionen Mitglieder. In ihr sind demnach fast 900 Gewerkschaften vertreten. Auch der Weltkongress des Gewerkschaftsnetzwerks UNI Telecom in Athen unterstütze den Widerstand der Telekom-Beschäftigten gegen die Ausgliederung, erklärte Verdi weiter. Die UNI Telecom verurteile "derartige Anschläge auf die soziale Gerechtigkeit und warnen vor den Folgen eines Verteilungsextremismus", zitierte Verdi aus der in Athen verabschiedeten Resolution.

Die Telekom will 50.000 Beschäftigte ab 1. Juli in drei Servicegesellschaften auslagern und ihre Löhne binnen zweieinhalb Jahren um zwölf Prozent senken. Zugleich soll die Wochenarbeitszeit von 34 auf 38 Stunden erhöht werden. Verdi lehnt diese Pläne als "kontraproduktiv" ab. Eine neue Verhandlungsrunde der Tarifpartner beginnt am Dienstag im rheinland-pfälzischen Mayschoß.

DEUTSCHE TELEKOM

(23.04.2007 / Quelle: © 2007 AFP)