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23.04.2007 - Glos will Handy-Roaming nicht so billig machen wie EU

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Mann mit Mobiltelefon
Berlin (AFP) - Die Bundesregierung will die Gebühren für Handy-Auslandsgespräche offenbar nicht so stark absenken wie von der EU gefordert. Berlin spreche sich für eine Obergrenze von 60 Cent pro Minute für ausgehende und von 30 Cent für eingehende Gespräche aus, berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf einen Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums an die EU-Mitgliedstaaten. Dagegen hatte der federführende Ausschuss im EU-Parlament gefordert, dass abgehende Telefonate höchstens 40 Cent pro Minute und die Annahme von Gesprächen maximal 15 Cent kosten dürften.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) als amtierender Vorsitzender der Fachminister nehme mit seinem Vorschlag für die Verhandlungen unter dem EU-Regierungen offenbar Rücksicht auf Bedenken einzelner Partnerländer, schrieb die Zeitung. Insbesondere Großbritannien sehe Preisvorgaben skeptisch. Der Entwurf sehe zudem vor, dass bestehende Handy-Verträge unverändert bleiben, solange nicht der Kunde ausdrücklich auf den EU-Tarif umsteigen will. Die EU-Abgeordneten wollten dagegen, dass die neuen Tarif für alle Kunden gelten, es sei denn sie wählten ausdrücklich einen anderen Handy-Vertrag.

(23.04.2007 / Quelle: © 2007 AFP)