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23.04.2007 - Erstmals Wahlmaschinen in großem Stil eingesetzt

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Wahlmaschine
Issy-les-Moulineaux (AFP) - In Frankreich sind elektronische Wahlmaschinen erstmals im großen Stil bei einer Präsidentschaftswahl eingesetzt worden. In der Pariser Vorstadt Issy-les-Moulineaux und anderen Orten bildeten sich in der Folge Schlangen mit teils einer Stunde Wartezeit. "Viele ältere Leute verstehen nicht, wie das funktioniert", berichtete ein 40-Jähriger. "Also annulliert man, fängt noch einmal an, die anderen warten." Vielerorts gab es nur eine Maschine statt zuvor vier oder fünf Wahlkabinen. Teilweise zogen Wahlberechtigte unverrichteter Dinge davon.

Insgesamt konnten 1,5 der 44,5 Millionen wahlberechtigten Franzosen mit Wahlcomputern abstimmen. Der Forscher Gabriel Michel vom Psychologie-Labor im ostfranzösischen Metz forderte ein Verbot des elektronischen Votums. Er schätzte, ein Viertel dieser Wähler könnte sich bei der Bedienung der Maschinen irren. Dies entspreche 375.000 Wählern, betonte Michel gegenüber der AFP. Vor allem ältere Menschen und Behinderte drohten diskriminiert zu werden.

In fast allen Orten mit Wahlmaschinen bildeten sich Protestbewegungen. Gegner fürchten, dass die im Schnitt 4000 Euro teuren Geräte durch Hacker manipuliert werden oder Fehler bei der Stimmabgabe produzieren können. Ein Politiker der linken Partei MRC aus dem Großraum Paris reichte wegen der Probleme bereits Beschwerde beim französischen Verfassungsrat ein.

(23.04.2007 / Quelle: © 2007 AFP)