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22.04.2007 - EU-Kommission warnt vor zu hohen Rundfunkgebühren

GEZ-Anmeldebögen
Die Einnahmen der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) sind laut der "Bild am Sonntag" im vergangen Jahr deutlich um 163 Millionen auf 7,286 Milliarden Euro gestiegen. Nach Expertenschätzung steigen die Einnahmen auch 2007 weiter.
Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich (CSU) forderte eine allgemeine Gebührensenkung. "Wenn sich die Einnahmeverbesserung stabilisiert, dann muss das den Gebührenzahlern in Form einer Gebührensenkung zurückgegeben werden." Zuerst sollten die Mehreinnahmen sofort dazu verwendet werden, gewerblich genutzte Computer aus der Gebührenpflicht zu entlassen.
Auch der Vorsitzende des Medienausschusses im Bundestag, Hans-Joachim Otto (FDP), warnte vor einer "Gebührenspirale". Die medienpolitische Sprecherin der Grünen, Grietje Bettin, sagte der "BamS": "Es gibt keinen Automatismus, wonach Fernsehgebühren immer nur steigen." Wenn die Einnahmen den Bedarf überstiegen, sollten die Gebühren gesenkt werden.
Die GEZ geriet bei der EU-Kommission bereits dadurch in die Kritik, Aufträge über Jahre hinweg ohne europaweit öffentliche Ausschreibung vergeben zu haben. Die Brüsseler Behörde leitete daher am Mittwoch die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen die Bundesregierung ein.
(22.04.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



