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18.04.2007 - Weiter wenig Studenten in Naturwissenschaften und Informatik

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Biologie-Studentinnen
Berlin (AFP) - In Deutschland entscheiden sich trotz bester Berufschancen noch immer wenige Abiturienten für Studienfächer wie Mathematik, Informatik sowie Natur- und Ingenieurwissenschaften. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf eine aktuelle Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS). Darin heißt es, trotz anhaltend positiver Arbeitsmarktsignale für Ingenieure zeichne sich für den aktuellen Schulabschlussjahrgang keine Trendwende hin zu einer vermehrten Wahl von Maschinenbau und Elektrotechnik ab.

Der Untersuchung zufolge planen neun Prozent der Schüler ein Lehramtsstudium. Acht Prozent wollen Wirtschaftswissenschaften studieren. Der Maschinenbau nimmt mit sechs Prozent auf der Wunschskala zusammen mit Medizin nur den dritten Platz ein. Für Mathematik können sich gerade einmal vier Prozent erwärmen, für Physik und Elektrotechnik sogar nur zwei Prozent.

Besonders dramatisch ist der Studie zufolge, dass nur eine von hundert Abiturientinnen Maschinenbau studieren will. Bei den Männern sind es immerhin elf Prozent. Auch in anderen techniknahen Fächern bildeten Frauen nur eine Minderheit.

Die Wirtschaft warnt vor drohenden Wachstumseinbußen aufgrund von Fachkräftemangel. "Wenn es uns nicht gelingt, mehr junge Menschen für naturwissenschaftliche und technische Fächer zu begeistern, bekommen wir einen riesigen Engpass", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Ludwig Georg Braun.

(18.04.2007 / Quelle: © 2007 AFP)