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18.04.2007 - Vorerst keine Live-Bundesliga bei Premiere via Satellit

Kameramann im Stadion
Dem Bundeskartellamt ist ein Dorn im Auge, dass die Arena-Muttergesellschaft Unity Media in Nordrhein-Westfalen und Hessen auch Kabelnetze betreibt. Die Untersuchung zur Kooperation von Premiere und Arena durch das Bundeskartellamt sei "langwieriger und umfassender als erwartet", erklärte Premiere-Chef Georg Kofler. Alle Premiere-Kunden, die bislang die Fußballbundesliga live über Satellit empfangen, könnten dies auch weiterhin. Auch für Kabel-Abonnenten ändere sich nichts. Interessenten für das Satellitenangebot können vorerst aber kein Abonnement abschließen. Bis spätestens Ende Mai wollen Arena und Premiere ein Vertragsmodell entwickeln, mit dem das Kartellamt einverstanden sein soll.
Arena hatte sich Ende 2005 im Bieterverfahren um die Exklusivrechte für die Liveübertragung der 612 Spiele der ersten und zweiten Liga überraschend gegen den bisherigen Rechteinhaber Premiere durchgesetzt. Die Premiere-Aktie war daraufhin ins Bodenlose gefallen. Im Februar hatten Arena und Premiere eine Allianz verkündet. Nach den neuen Entwicklungen droht dem Bezahlsender Premiere, der auch Spielfilme oder Dokumentationen anbietet, erneut der Verlust seines wichtigsten Zugpferds. Nach der Ankündigung der Vertragsprüfung stürzte die Premiere-Aktie an der Frankfurter Börse um acht Prozent in die Tiefe.
Vielen Fußballfans kann Premiere vorerst kein Angebot machen. Interessierte Fußballfans müssten sich nun direkt an Arena wenden. Der Sender bietet die Spiele wie Premiere zu einem monatlichen Gesamtpreis von knapp 20 Euro an. Allerdings ist es Fans nun nicht mehr möglich, die Bundesliga-Spiele mit anderen Angeboten von Premiere wie einem Spielfilmpaket zu kombinieren.
(18.04.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



