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17.04.2007 - Verdi lehnt Tarifangebot der Telekom als unzureichend ab

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Die Tarifparteien hatten ihre am Montag in Bonn fortgesetzten Verhandlungen in der Nacht ausgesetzt. Die Telekom wertete ihr Tarifangebot als Beleg, dass der Konzern mit der Beschäftigungssicherung der Mitarbeiter Ernst mache. Insgesamt will das Unternehmen demnach die Entgelte der von Auslagerung betroffenen Beschäftigten über einen Zeitraum von 30 Monaten um zwölf Prozent senken. Bei der Vereinbarung neuer Einstiegsgehälter würden neue Arbeitsplätze "in signifikanter Höhe" geschaffen, hieß es bei dem Bonner Konzern. Die Telekom wolle mit Verdi "zeitnah" einen entsprechenden Kompromiss aushandeln.
Dagegen bestand Verdi unverändert auf einem tariflichen Schutz der Service-Mitarbeiter bei der geplanten Ausgliederung. "Wir legen weiterhin Wert auf einen Tarifvertrag zum Auslagerungsschutz und haben die Telekom aufgefordert, mit uns darüber zu verhandeln", sagte der Gewerkschaftssprecher. Der Vorschlag der Konzernspitze reiche "vorne und hinten nicht". Die Mitglieder der Verdi-Tarifkommission wollen sich am Nachmittag in Göttingen von den Unterhändler der Gewerkschaft über den Stand der Tarifgespräche unterrichten lassen. Zu möglichen Beschlüssen des Gremiums wollte sich der Sprecher im Vorfeld nicht äußern. "Das wäre reine Spekulation."
Derweil dauern die Proteste von Telekom-Mitarbeitern laut Verdi weiter an. Bei erneuten Warnstreiks in Hessen wurden mindestens 1300 Teilnehmer erwartet, erklärte die Verdi-Landesfachbereichsleiterin für Telekommunikation, Brigitte Reinelt. Ganztägig wird demnach in Kassel, Fulda, Gießen, Eschborn, Frankfurt am Main, Heusenstamm, Wiesbaden, Hanau und Darmstadt gestreikt. Betroffen sind den Angaben zufolge die Vertriebs-Callcenter für Privatkunden; auch Servicemonteure und Netztechniker beteiligen sich an Warnstreiks.
(17.04.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



