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31.03.2007 - Ermittlungen gegen weiteren Siemens-Vorstand

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Polizweiwagen vor Siemens-Gebäude
München (AFP) - In der Affäre um versteckte Millionenzuwendungen an die Arbeitnehmerorganisation AUB steht ein weiterer ranghoher Siemens-Manager unter Untreueverdacht. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Justizkreise berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft am Landgericht Nürnberg-Fürth auch gegen Hannes Apitzsch, den Bereichsvorstand der Siemens-Sparte Automation & Drives (A&D). Er soll von den Millionenzuwendungen an den langjährigen AUB-Bundesvorsitzenden und Unternehmensberater Wilhelm Schelsky gewusst, sie aber nicht verhindert haben.

Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft bereits den Siemens-Zentralvorstand Johannes Feldmayer in Untersuchungshaft genommen. Die Siemens-Manager sollen einer Unternehmensberatung des inzwischen zurückgetretenen AUB-Chefs mindestens 15 bis 20 Millionen Euro Beraterhonorare gezahlt haben.

Der seit Mitte Februar wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Untreue in Untersuchungshaft sitzende Schelsky soll zumindest einen Teil des Geldes genutzt haben, um die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger zu finanzieren. Diese stellt nach eigenen Angaben in Deutschland etwa jeden zehnten Betriebsrat, bei Siemens sitzt ein AUB-Vertreter zudem im Aufsichtsrat. Siemens soll die AUB als Gegengewicht zur IG-Metall unterstützt haben.

(31.03.2007 / Quelle: © 2007 AFP)