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28.03.2007 - Kritik an Apothekenpreisen für freiverkäufliche Medikamente

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Düsseldorf (AFP) - Verbraucherschützer kritisieren die hohen Preise, die viele Apotheken nach wie vor für freiverkäufliche Medikamente verlangen, obwohl sie diese gleichzeitig übers Internet billiger verkaufen. Patienten rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen deshalb, immer die Preise zu vergleichen. Dabei sollten Kunden jedoch aufpassen, dass der mögliche Preisvorteil bei einer Online-Bestellung nicht durch hohe Versandkosten wieder zunichte gemacht wird.

Für den Versand verlangen Online-Apotheken demnach bis zu fünf Euro bei der Bestellung eines einzigen Arzneimittels. Einige Apotheken verzichten darauf, wenn ein Kunde neben freiverkäuflichen auch rezeptpflichtige Medikamente bestellt und zudem eine bestimmte Summe überschreitet.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte im Februar die Preise für eine Packung mit 20 Tabletten des Schmerzmittels Aspirin in landesweit 23 Apotheken untersucht, die neben einem festen Standort auch einen Online-Handel betreiben. Die Tester stellten fest, dass nur eine Apotheke das Medikament deutlich unter der unverbindlichen Preisempfehlung von 4,97 Euro verkaufte. Im Internet dagegen wurde die Packung Aspirin bis zu 48 Prozent günstiger angeboten.

Seit Aufhebung der Preisbindung vor drei Jahren gebe es "keinen plausiblen Grund", weshalb Apotheken an einer starren Preisgestaltung im Vor-Ort-Handel festhielten, während sie das gleiche freiverkäufliche Medikament übers Internet billiger verkauften, monierte die Verbraucherzentrale. Schon eine einzige Stichprobe habe gezeigt, dass viele Apotheken ihren Wettbewerbsspielraum nicht ausschöpften.

(28.03.2007 / Quelle: © 2007 AFP)