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23.03.2007 - Skandalfirma Livedoor muss wegen Bilanzfälschung Geldstrafe zahlen

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Tokio (AFP) - Nach den Mitgliedern seines Managements ist nun auch das japanische Skandalunternehmen Livedoor selber wegen Schummeleien bei der Buchführung verurteilt worden. Dafür muss das Internetunternehmen, das Anfang vergangenen Jahres durch das Auffliegen des Schwindels die Tokioter Börse zeitweise lahmlegte, eine Geldstrafe von 280 Millionen Yen (rund 1,8 Millionen Euro) zahlen, wie ein Gericht in Tokio am Freitag entschied. Ein an der Fälschung der Bilanzen beteiligter Buchhalter wurde zu zehn Monaten Haft verurteilt, ein zweiter zu einem Jahr auf Bewährung.

Livedoor hatte unter Führung des exentrischen Firmengründers Takafumi Horie in kürzester Zeit ein mächtiges Internet-Imperium aufgebaut, dabei aber Verluste verschleiert. Als deswegen Ermittlungen gegen das Unternehmen bekannt wurden, legte eine Flut von Verkaufsorder das Computersystem der Börse lahm. Horie wurde vergangene Woche zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 34-Jährige ehemalige Börsenstar legte Berufung ein und kam gegen Zahlung einer Kaution vorerst auf freien Fuß.

(23.03.2007 / Quelle: © 2007 AFP)