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22.03.2007 - Gründer von Second Life: Bald jeder Zweite mit Identität im Netz

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Frankfurt/Main (AFP) - Eine glänzende Zukunft hat der Gründer der Internet-Plattform Second Life den virtuelle Parallelwelten im Netz vorausgesagt. "In fünf Jahren wird mehr als die Hälfte aller Menschen eine zweite Identität im Internet haben", sagte Philip Rosedale, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Second-Life-Erfinders Linden Lab, am Donnerstag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dass Menschen in eine fremde digitale Haut schlüpfen, hat nach Ansicht des kalifornischen Jung-Unternehmers nichts mit Realitätsüberdruss zu tun. "Viele Dinge gehen bei uns einfach besser als im richtigen Leben." Manches sei allerdings noch benutzerunfreundlich geregelt, gab der 38-Jährige zu. "Allein sich ein Paar Schuhe auf Second Life anzuziehen ist schwieriger, als es sein sollte."

Die virtuelle Welt habe derzeit auch noch technische Probleme, räumte Rosedale ein. Durch den Andrang in der virtuellen Welt brächen die Server oft zusammen. Linden Lab arbeite aber derzeit fieberhaft an einer Verbesserung der Seite. Second Life ging 2003 an den Start und hat weltweit mehr als 4,7 Millionen Nutzer. In der kostenpflichtigen dreidimensionalen Internetwelt führen die Spieler ein von ihnen selbst erfundenes zweites Leben.

(22.03.2007 / Quelle: © 2007 AFP)