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28.02.2007 - Telekom-Aufsichtsrat stimmt Sanierungskonzept zu

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Bonn (AFP) - Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am Mittwochabend dem Sanierungskonzept von Telekom-Chef René Obermann zugestimmt. Die Entscheidung für die Schaffung der Service-Einheit T-Service sei aber gegen die Stimmen der Arbeitnehmervertreter in dem Gremium getroffen worden, sagte der Verhandlungsführer der Dienstleistunggewerkschaft Verdi, Lothar Schröder, der auch im Aufsichtsrat sitzt, der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind mit unseren Sachargumenten leider nicht durchgedrungen", beklagte Schröder. Für die Zukunft rechnet der Verdi-Vertreter daher mit weiteren Protesten. Er befürchte, dass die Demonstration tausender Telekom-Mitarbeiter am Mittwoch "der Auftakt, nicht das Ende" war.

Schröder sagte, er erwarte, dass Telekom-Chef Obermann "zukunftsgerichtete Konzepte vorstellt, die aber von Elementen überschattet werden, die geeignet sind, die Zukunft der Beschäftigten zu bedrohen". Obermann wollte sein Sanierungskonzept für den angeschlagenen Telekommunikationsriesen am Donnerstag präsentieren. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, will der Konzernchef 55.000 Mitarbeiter in die neue Servicegesellschaft T-Service auslagern. Dort sollten sie weniger Stundenlohn bekommen und länger arbeiten.

Obermann, der der Chefposten im vergangenen November von Kai-Uwe Ricke übernommen hatte, setzt ebenso wie sein glückloser Vorgänger auf Kostensenkungen und einen besseren Service, um den Kundenschwund zu stoppen. Alleine im vergangenen Jahr hatten gut zwei Millionen Festnetzkunden dem einstigen Monopolisten den Rücken gekehrt.

DEUTSCHE TELEKOM

(28.02.2007 / Quelle: © 2007 AFP)