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28.02.2007 - Telekom-Mitarbeiter demonstrieren gegen Konzernumbau

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi befürchtet sogar, dass bis zu 60.000 Mitarbeiter vom Kundendienst und den Callcentern in eine konzerneigene Gesellschaft namens T-Service ausgelagert werden. Die Telekom hatte bisher von 45.000 Betroffenen gesprochen und eine Beschäftigungsgarantie angeboten. Verdi hat bereits mit Streiks gedroht, sollte der rosa Riese nicht einlenken.
Wenn Telekom-Chef Obermann nicht von seinem Kurs abrücke, laufe man bei dem Unternehmen in die "größte Auseinandersetzung" mit den Gewerkschaften hinein, die es seit der Privatisierung des Unternehmens Anfang der neunziger Jahre gegeben habe, sagte Verdi-Vize Lothar Schröder der "Berliner Zeitung". "Die Stimmung in der Belegschaft ist eine Katastrophe." Das drücke auch auf die Motivation der Mitarbeiter. "Bei einer Operation am offenen Herzen gehört der Patient stabilisiert. Ansonsten benötigt man keinen Chirurgen, sondern gleich einen Pathologen."
Obermann, der der Chefposten im vergangenen November von Kai-Uwe Ricke übernommen hatte, setzt ebenso wie sein glückloser Vorgänger auf Kostensenkungen und einen besseren Service, um den Kundenschwund zu stoppen. Alleine im vergangenen Jahr hatten gut zwei Millionen Festnetzkunden dem einstigen Monopolisten den Rücken gekehrt.
(28.02.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



