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23.02.2007 - BenQ Mobile wird offenbar aufgelöst

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BenQ in Kamp-Lintfort
München (AFP) - Der insolvente Handy-Hersteller BenQ Mobile wird offenbar aufgelöst. Insolvenzverwalter Martin Prager habe dem Gläubigerausschuss mitgeteilt, dass die Gespräche mit den letzten noch verbliebenen Interessenten zu keinem Ergebnis geführt hätten, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Insolvenzverwalter wolle BenQ Mobile nun in seinen Einzelteilen verwerten, nachdem der Gläubigerausschuss ihm bei einer schriftlichen Abstimmung die erforderliche Mehrheit dafür gegeben habe.

Aus dem Ausschuss heiße es dazu, die Zerschlagung und der Ausverkauf stünden unmittelbar bevor, berichtet die Zeitung. Fast alle einst 3000 Arbeitsplätze in den drei Betriebsstätten in München und Nordrhein-Westfalen seien damit verloren. Der Insolvenzverwalter werde nun seiner Pflicht nachkommen und alles veräußern, von den Werkshallen bis zu den Schreibtischen. Die Erlöse kämen den Gläubigern zugute, die allerdings viel Geld verlören. Laut Insolvenzgutachten stünden einem geschätzten Vermögen von 310 Millionen Euro Verbindlichkeiten von 883 Millionen Euro gegenüber.

Siemens hatte seine Mobilfunksparte im Herbst 2005 an den taiwanesischen Konzern BenQ abgegeben, weil für die defizitäre Sparte im eigenen Konzern keine Zukunft mehr gesehen wurde. Die Handy-Produktion blieb aber ein Verlustgeschäft. Nur ein Jahr später stellte BenQ die Zahlungen an das neue Tochterunternehmen in München ein; BenQ Mobile ging pleite.

(23.02.2007 / Quelle: © 2007 AFP)