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22.02.2007 - ProSiebenSat.1-Gruppe verbucht auch ohne WM Rekordergebnis

Satellitenschüsseln
Zur guten Entwicklung trug dem Unternehmen zufolge das Geschäft mit den Sendern Pro Sieben, Sat1, Kabel eins und N24 bei. Die Werbeeinnahmen stiegen, auch wenn deren Marktanteil nach 30,3 Prozent im Vorjahr auf 29,4 Prozent sank. Das Unternehmen nannte diese Entwicklung "erwartungsgemäß", weil die Übertragungsrechte an den Sportgroßereignissen bei der Konkurrenz von ARD, ZDF und RTL gelegen habe.
Zugleich meldete der Konzern den Mehrheitseinstieg bei der Preissuchmaschine billiger.de. Angesichts einer wachsenden Gesamtwirtschaft rechnen die Münchner in Deutschland mit einem um zwei bis drei Prozent wachsenden Werbemarkt. Die eigenen Werbeeinnahmen sollen dabei noch stärker erhöht werden, Umsatz und Gewinn des Konzerns weiter steigen.
Die EU-Kommission erklärte in Brüssel, die Übernahme der Sendergruppe durch Permira und KKR behindere den Wettbewerb in Europa nicht erheblich. Permira mit Sitz auf den Kanalinseln und KKR aus den USA halten bereits Anteile bei europäischen Medien. Gemeinsam kontrollieren sie die niederländische Fernsehgruppe SBS, die auch in Skandinavien tätig ist. Permira kontrolliert zudem den britischen Fernsehproduzenten All3Media.
Permira und KKR hatten im Dezember nach monatelangem Bietergefecht für rund drei Milliarden Euro die Mehrheit an ProSiebenSat.1 Media vom US-Milliardär Haim Saban übernommen. Zuvor war der Verkauf an Axel Springer am Veto des Bundeskartellamts gescheitert.
(22.02.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



