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16.02.2007 - NRW gegen bayerische Initiative zum Verbot von Killerspielen

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Ballerspiel am Bildschirm
Berlin (AFP) - Vor der Bundesrats-Debatte über ein mögliches Verbot von so genannten Killerspielen hat Nordrhein-Westfalen seine Vorbehalte gegen die bayerische Initiative bekräftigt. Auch ein generelles Verbot der brutalen Computerspiele werde Kinder nicht davon abhalten, sich die Programme aus dem Internet herunterzuladen oder sich Kopien davon zu beschaffen, sagte der nordrhein-westfälische Familienminister Armin Laschet (CDU) im Deutschlandradio Kultur. Zudem entspräche ein generelles Verbot einer Vorzensur für unter 18-Jährige und sei mit der Verfassung wohl nicht vereinbar.

"Ich glaube, da werden wir über den bayerischen Vorschlag noch lange Diskussionen haben", sagte Laschet. Der nordrhein-westfälische Familienminister verwies stattdessen auf ein Sofortprogramm, das er am Dienstag gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgestellt hatte. Dies soll die Abgabe gewalttätiger Medien an Jugendliche einschränken. "Unser Ziel ist es, die Strukturen zu verbessern, Eltern eine Beurteilung der Spiele an die Hand zu geben und das Jugendschutzgesetz zu verbessern", sagte Laschet. Bayern will dagegen über den Bundesrat Herstellung und Verbreitung der Killerspiele verbieten lassen. Die Länderkammer berät heute erstmals über den Vorstoß.

Die bayerische Familienministerin Christa Stewens (CSU) verteidigte den Vorstoß ihres Landes. "Mit einem generellen Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Killerspielen kann man anders durchgreifen, man hat eine rechtliche Handhabe", sagte sie im ZDF. Sie zeigte sich überzeugt, dass gewaltverherrlichende PC-Spiele die Hemmschwelle zur Aggressivität bei sensiblen Jugendlichen herabsetze. Zusätzlich sei aber auch die frühe Aufklärung sowohl von Kindern als auch Eltern wichtig, sagte Stewens.

(16.02.2007 / Quelle: © 2007 AFP)