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15.02.2007 - Studie: Jeder zehnte Jugendliche in Südkorea Handy-süchtig
Fast alle Teenager im Land besäßen Handys und ihre starke Abhänigkeit habe eine eigene, von den Erwachsenen getrennte Kultur geschaffen, warnte Sung Yun Sook, Wissenschaftlerin am Institut für Jugendentwicklung, auf der Internetseite der Forschungseinrichtung. "Durch Mobiltelefone fühlen sie sich von nörgelnden Eltern befreit. Sie verbringen Stunden damit, Textnachrichten mit Freunden auszutauschen", führte sie aus. Mit teils gravierende Folgen: "Nimmt man ihnen ihre Handys weg, werden sie nervös, (...) manche rasten aus." In einigen Fällen hätten Jugendliche sogar Löcher in Schultische gebohrt, um trotz Handyverbots im Unterricht die Displays im Auge behalten zu können.
Im vergangenen Jahr war durch eine andere Studie bekannt geworden, dass etwa ein Drittel der koreanischen Schüler täglich mehr als hundert Textnachrichten versendet. Seit diesem Jahr müssen südkoreanische Mobilfunk-Unternehmen Jugendlichen und ihren Eltern raten, einen Vertrag abzuschließen, bei dem die Teenager nur umgerechnet rund 30 Euro pro Monat vertelefonieren können.
(15.02.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



