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13.02.2007 - Teheran ordnet Schließung einer vielgenutzten Website an

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Teheran (AFP) - Das iranische Kulturministerium hat die Schließung einer vielgenutzten Website angekündigt, auf der beispielsweise die Wirtschaftspolitik von Präsident Mahmud Ahmadinedschad und die Organisation einer Konferenz über Zweifel an der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg kritisiert worden waren. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Dienstag berichtete, begründeten die Behörden die Schließung damit, dass das Angebot auf der Webadresse Bastab Zwietracht säe und die iranische Verfassung verletze. Bastab wird vom früheren Kommandeur der Revolutionswächter Mohsen Resai betrieben.

Ab wann die Stilllegung gelten sollte, wurde zunächst nicht bekannt. Am Dienstagnachmittag war die Homepage zugänglich. Der Betreiber kündigte auf der Homepage an, gegen die Entscheidung des Ministeriums Widerspruch einlegen zu wollen. Der Ausschuss für die Überwachung des Internets sei "unglaubwürdig" und arbeite ohne Rechtsgrundlage, hieß es. Bastab war im Oktober 2005 bereits einmal geschlossen worden. Es ist eine der meist genutzten Websites Irans.

(13.02.2007 / Quelle: © 2007 AFP)