News-Archiv
31.01.2007 - Satellit bei missglücktem Start von Zenit-Rakete zerstört
Beim missglücktem Start einer russisch-ukrainischen Zenit-Rakete ist in der Nacht zum Mittwoch ein europäischer Telekom-Satellit zerstört worden. Wie der Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Igor Panarin, der Nachrichtenagentur AFP sagte, ereignete sich der Unfall in den ersten Sekunden nach dem Abheben der Zenit-3SLRakete mit dem Satelliten NSS-8 gegen 01.22 MEZ. Das für den Start verantwortliche Unternehmen Sea Launch berichtete, alle Beschäftigten auf seiner im Pazifik schwimmenden Startplattform Odyssey - einer früheren Nordsee-Ölbohrinsel - seien trotz der "Anomalie" wohlauf. Die Unfallursache war zunächst unklar.
Sea Launch beförderte seit dem ersten kommerziellen Start im Oktober 1999 bislang 21 Satelliten mit Zenit-Raketen von der riesigen schwimmenden Plattform in Äquator-Nähe aus ins All. Der Satellit NSS-8 hätte über dem Indischen Ozean schweben und unter anderem Teile Europas, Afrikas und des Nahen Ostens mit Breitband-Internet versorgen sollen. Die europäische Betreibergesellschaft SES, die auch die TV-Satelliten der Astra-Familie vermarktet, meldete den "Totalverlust" ihres vom US-Konzern Boeing hergestellten Satelliten.
BOEING
(31.01.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



