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31.01.2007 - Microsoft startet weltweit Verkauf von Windows Vista

Gates
Eigentlich ist es nur eine Software, aber wenn Microsoft nach fünf Jahren ein neues Betriebssystem vorstellt, dann bebt die Computerwelt: XP-Nachfolger Windows Vista ist nach einigen Verzögerungen jetzt in 70 Ländern erstmals auch für Privatanwender zu haben. Vor Computerläden in Tokio warteten hunderte von Menschen darauf, dass es Mitternacht schlug und sich die Ladentüren öffneten. Windows Vista habe nicht nur eine schickere Optik und mehr Funktionen bekommen, es soll auch deutlich sicherer sein als seine Vorgänger, versprach Microsoft.
"Wir raten nicht nur, was unsere Kunden wollen", sagte Microsoft-Gründer Bill Gates bei einer Veranstaltung am New Yorker Times Square. "Sie haben gesprochen und wir haben zugehört." Nach seinem Auftritt in New York trat Gates eine Verkaufsreise nach Europa an. In der British Library in London feierte er die neue Software als "vollkommen neue Dimension" der Bedienung eines Computers.
Microsoft zeigte sich mit dem Verkaufsstart in Deutschland zufrieden. Die Rückmeldungen der Händler seien "äußerst positiv", sagte eine Sprecherin in München. Einer Studie zufolge soll Windows Vista schon nach einem Jahr auf 100 Millionen Computern weltweit installiert sein. In Deutschland kosten die Programme als Vollversion je nach Umfang zwischen 250 und 550 Euro.
Während Vista auf den meisten neu gekauften PCs ohnehin vorinstalliert und ein Umstieg damit unproblematisch ist, raten Computerexperten davon ab, alte Betriebsprogramme sofort durch Vista zu ersetzen. Nicht nur, dass viele Computer den hohen Grafik- und Speicheranforderungen nicht gewachsen seien. Neue Programme seien zudem anfällig für Kinderkrankheiten.
In der Fachwelt wird kritisiert, Microsoft habe mit dem rund 4,6 Milliarden Euro teuren Vista keinen großen Wurf gelandet und viel vom Konkurrenten Apple kopiert wie die transparenten Fenster. Zahlreiche Anbieter von Software und Computerspielen werfen dem Konzern zudem vor, das Sicherheitssystem blockiere ihre Programme.
Konkurrenten wie IBM und Nokia werfen Microsoft vor, ihnen bei Vista wichtige Informationen über Programm-Schnittstellen zu verheimlichen, die eine Kombination mit anderer Software erlauben.
(31.01.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



