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29.01.2007 - Schwere Geburt mit vielen Nachwehen

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Frankfurt/Main (AFP) - Es ist so weit: Nach mehr als fünf Jahren Entwicklungszeit und zahlreichen Verspätungen kommt am Dienstag der Nachfolger von Microsofts Betriebssystem XP auch für Privatanwender auf den Markt. Vista soll moderner, umfangreicher und vor allem sicherer sein als alle seine Vorgänger, preist Microsoft das Ergebnis einer schweren Geburt. AFP erklärt, was Vista kann und wer es braucht:

Es ist so weit: Nach mehr als fünf Jahren Entwicklungszeit und zahlreichen Verspätungen kommt am Dienstag der Nachfolger von Microsofts Betriebssystem XP auch für Privatanwender auf den Markt. Vista soll moderner, umfangreicher und vor allem sicherer sein als alle seine Vorgänger, preist Microsoft das Ergebnis einer schweren Geburt. AFP erklärt, was Vista kann und wer es braucht:

Was ist neu an Windows Vista?

Optisch hat Microsoft viel vom Konkurrenten Apple übernommen. Das Aero genannte Design wirkt frisch und modern: Halbtransparente Fenster lassen den Hintergrund durchschimmern, mehrere Fenster lassen sich in 3D betrachten und am Seitenrand werden Mini-Anzeigen wie ein Nachrichtenticker, eine Uhr, die persönliche Diashow oder die aktuellsten Börsenkurse eingeblendet. Hinzu kommen zahlreiche neue Funktionen wie die Spracherkennung, der Movie Maker zum Schneiden eigener Filme, ein DVD-Brennprogramm und eine Suchfunktion, die neben Dokumenten auch E-Mails oder zuletzt besuchte Internetseiten durchforstet.

Welche Voraussetzungen muss mein Computer für Vista erfüllen?

Die vielen optischen Spielereien verschlingen enormen Speicherplatz. Als Minimum empfiehlt Microsoft für Vista neben einer schnellen Grafikkarte einen Arbeitsspeicher von 512 Megabyte. Doch dann muss der Benutzer unter anderem auf die schicke Aero-Oberfläche verzichten. Um Vista voll nutzen zu können, braucht es einen PC mit mindestens einem Gigabyte Arbeitsspeicher und einem mindestens ein Gigahertz schnellen Prozessor. Zudem sollte die Festplatte wenigstens 40 Gigabyte Speicherplatz haben.

Wie sicher ist das neue Betriebssystem?

In Puncto Sicherheit hat Microsoft aufgerüstet. Eltern können vorgeben, welche Internetseiten, Spiele und Programme ihre Sprösslinge wann besuchen dürfen. Eine leistungsfähigere, aber kompliziert zu bedienende Firewall überwacht den Datenverkehr, ein Defender soll die Installation gefährlicher Software verhindern. Doch Hacker auf der ganzen Welt arbeiten bereits daran, Microsoft seine Schwächen vorzuhalten. Ein Anti-Viren-Programm hat Vista nicht. Dafür sind die immer neuen Ideen von Microsoft, die Installation illegaler Software zu verhindern, für ehrliche Kunden lästig. Schon bei XP musste sich der Anwender nach der Installation per Internet oder telefonisch überprüfen und freischalten lassen. Vista geht noch weiter: Hält das System eine Software für illegal, ob zu Recht oder nicht, schaltet es Effekte und Funktionen einfach ab und bombardiert den Anwender mit Warnhinweisen.

Was kostet Vista?

Windows Vista kommt in verschiedenen Versionen. Die Sparversion Home Basic ohne die Aero-Oberfläche und diverse Audio- und Video-Funktionen kostet als Upgrade 140 und als Vollversion 260 Euro. Für Home Premium mit Aero-Oberfläche, DVD-Brennprogramm und Media Center müssen Anwender 330 Euro (Upgrade 230 Euro) auf den Tisch legen. Vista Business für 420 Euro (Upgrade 280 Euro) hat zusätzliche Sicherheitsfunktionen und einen Zugang zu Firmennetzwerken. Ultimate ist die Kombination aus Home und Business für stolze 550 Euro (Upgrade 350 Euro). Vista Enterprise ist für Großkunden gedacht und nicht im Handel erhältlich.

Lohnt es sich, jetzt schon zu Vista zu wechseln?

Künftig wird die Mehrzahl der neuen PCs standardmäßig mit Vista ausgerüstet sein. In absehbarer Zeit wird Microsoft auch die Sicherheitsupdates für XP einstellen. Wer aber sein altes Windows-Programm mit Vista überschreibt, muss nicht nur damit rechnen, dass der Vorgang eine halbe Ewigkeit dauert, sondern auch, dass ein Teil der Software anschließend nicht läuft. In Kürze werden jedoch alle namhaften Hersteller Updates im Internet bereitstellen. Alternativ lässt sich Vista auch parallel zu XP installieren. Jetzt schon Vista nachzukaufen, ist aber nur für jene PC-Fanatiker angesagt, die stets die neueste Version haben müssen. Alle anderen können getrost abwarten, bis die ersten Kinderkrankheiten auskuriert sind.

MICROSOFT

APPLE COMPUTER

(29.01.2007 / Quelle: © 2007 AFP)