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24.01.2007 - Erstmals soll Russe Strafe wegen Produktpiraterie erhalten
Die russischen Behörden wollen offenbar aktiver gegen die im Land weit verbreitete Produktpiraterie vorgehen: Erstmals soll am Montag ein Urteil in einem entsprechenden Fall gesprochen werden. Angeklagt wegen Nutzung einer illegal kopierten Software ist der Schuldirektor Alexander Ponosow aus dem Dorf Sepischewo im Ural, weil auf den Computern seiner Schule eine Raubkopie des Microsoft-Betriebssystems Windows lief. Ihm drohen fünf Jahre Haft.
Die staatliche russische Behörde für Massenkommunikation kritisierte am Mittwoch das exemplarische Vorgehen gegen den Schuldirektor: "Wenn wir damit anfangen, die Nutzer mit der ganzen Härte des Gesetzes zu verfolgen, dann landet die Hälfte der Bevölkerung hinter Gittern", sagte Behördenchef Michael Seslawinski. Schuldirektor Ponosow selbst sagte der Zeitung "Rossiiskaja Gaseta", er habe nicht gewusst, dass das Betriebssystem illegal kopiert war. Sein Fall mache aber ein landesweites Problem öffentlich.
MICROSOFT
(24.01.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



