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20.01.2007 - Vermutlich weltälteste Zeitung wird nicht mehr gedruckt

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Stockholm (AFP) - Die nach eigenen Angaben älteste noch erscheinende Zeitung der Welt, das schwedische Blatt "Post och Inrikes Tidningar" ("PoIT"), wird nicht mehr gedruckt. "Von einem kulturellen Standpunkt gesehen ist es natürlich eher traurig, dass die Druckversion verschwunden ist, aber es ist doch toll, dass es sie so lange gab", sagte der ehemalige Chefredakteur Hans Holm am Wochenende der Nachrichtenagentur AFP. "Unsere Zeitung ist als älteste noch erscheinende Zeitung der Welt anerkannt." Wie ihr gedruckter Vorgänger bleibt die seit dem 1. Januar nur noch digital erscheinende "PoIT" auch in Zukunft die offizielle Regierungszeitung Schwedens.

Die nach eigenen Angaben älteste noch erscheinende Zeitung der Welt, das schwedische Blatt "Post och Inrikes Tidningar" ("PoIT"), wird nicht mehr gedruckt. "Von einem kulturellen Standpunkt gesehen ist es natürlich eher traurig, dass die Druckversion verschwunden ist, aber es ist doch toll, dass es sie so lange gab", sagte der ehemalige Chefredakteur Hans Holm am Wochenende der Nachrichtenagentur AFP. "Unsere Zeitung ist als älteste noch erscheinende Zeitung der Welt anerkannt." Wie ihr gedruckter Vorgänger bleibt die seit dem 1. Januar nur noch digital erscheinende "PoIT" auch in Zukunft die offizielle Regierungszeitung Schwedens.

Das war die "PoIT" auch schon zu ihrer Gründung im 17. Jahrhundert. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges habe die schwedische Regierung befunden, sie sei ihrem Volk gegenüber zu mehr Transparenz verpflichtet, erklärte Holm. Die damalige Königin Christina und ihr Kanzler Axel Oxenstierna hätten daher die Zeitung geschaffen, um darzulegen, "wofür all das Geld ausgegeben wurde". Später kamen Berichte über Epidemien, Krankheiten und den schwedischen Wechselkurs hinzu, außerdem Wetterberichte, Dichtung und Romane. "Im 18. Jahrhundert war es eine vollständige Zeitung geworden", sagte Holm. Bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte die "PoIT" damit ein Monopol für nationale und internationale Berichte, erst dann erschienen Konkurrenzzeitungen.

Mit der steigenden Konkurrenz schränkte die Zeitung ihr Angebot wieder ein. Zum Schluss veröffentlichte die Druckversion des Blattes nur noch die Pflichtanzeigen, die Wirtschaft und politische Institutionen aufgrund bestehender Gesetzte veröffentlichen müssen. Die Abonnenten waren daher hauptsächlich Banken, Gerichte, Anwälte, Bibliotheken und Behörden. Nie in ihrer Geschichte druckte die "PoIT" Werbeanzeigen oder Fotos. Die letzte Printausgabe, mit Datum vom 29. Dezember 2006, erschien mit einer Auflage von etwa 1500 Stück. Die neue Internetversion kann nun jeder kostenlos lesen - weshalb der neue PoIT-Chefredakteur Roland Haegglund auch auf mehr Leser für sein Blatt hofft: "Jetzt hat jeder die Möglichkeit, sich zu informieren."

(20.01.2007 / Quelle: © 2007 AFP)