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29.04.2008 - Siemens vertagt Entscheidung über Forderungen an Pierer

Siemens-Flaggen
Die internen Ermittler des Konzerns hätten Hinweise gefunden, wonach das Unternehmen im Jahr 2005 einen unter Korruptionsverdacht stehenden Angestellten nicht entlassen habe, um sein Auspacken über Schwarzgeldkonten gegenüber Staatsanwälten und Medien zu verhindern, berichtete die Zeitung weiter.
Einer nun gefunden Notiz zufolge hatte ein Siemens-Jurist am 17. Oktober 2005 einen als "vertraulich" gekennzeichneten Vermerk über einen Mitarbeiter angefertigt, der eine schwarze Kasse in Österreich verwaltet hatte, wie die Zeitung berichtet. Über diese Kasse seien der Notiz zufolge 1994 bis 1998 Zahlungen in Höhe von 115 Millionen Euro abgewickelt worden. Der Siemens-Jurist habe sich demnach dennoch gegen eine Entlassung des Mitarbeiters ausgesprochen. Damit sollte sich Siemens dessen Loyalität sichern und ein Auspacken verhindert werden.
(29.04.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



