News-Archiv


28.12.2007 - Telekom-Chef erwartet auch 2008 Umsatzrückgang im Festnetz

Vorherige Newsmeldung Nächste Newsmeldung

Obermann
Frankfurt/Main (AFP) - Die Umsätze der Deutschen Telekom im Festnetzbereich werden nach Ansicht von Unternehmenschef René Obermann auch im neuen Jahr weiter sinken. Der ehemalige Telefon-Monopolist müsse daher weiter umgebaut werden, kündigte Obermann in der "Börsen-Zeitung" an. Im Jahr 2007 habe die Telekom zwar ihr Ziel übertroffen, im Geschäft mit Breitband-Internetanschlüssen einen Marktanteil von mindestens 40 Prozent zu erreichen. Zugleich räumte er aber ein, dass die Einnahmeausfälle aus dem Verlust von traditionellen Telefonanschlüssen damit kurzfristig nicht zu kompensieren seien.

Um die Ertragskraft der Telekom zu sichern, müsse das Unternehmen weiterhin umgebaut werden, sagte Obermann. Dies sei "ein offenes Geheimnis". Wichtig sei es daher auch, die Personalkosten weiter zu senken, die bei den Wettbewerbern der Telekom deutlich niedriger liegen. Mitte Dezember hatte Obermann angekündigt, die Telekom wolle 2008 in der Verwaltung des Konzerns sparen.

In diesem Jahr hatten sich die Mitarbeiter der Servicesparten der Telekom vergeblich mit wochenlangen Streiks gegen die Ausgliederung von 50.000 Beschäftigten in neuen Tochterunternehmen gewehrt. Die Mitarbeiter arbeiten dort für weniger Geld länger pro Woche.

(28.12.2007 / Quelle: © 2007 AFP)