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09.12.2007 - Merkel: Jugendliche sollen Chancen der IT-Branche nutzen

Techniker in einem Rechenzentrum
Mit ihrem ersten Gipfel vor etwa einem Jahr habe die Bundesregierung deutlich gemacht, dass sie der IT-Branche "allergrößte Bedeutung" einräume, erklärte Merkel. Der zweite IT-Gipfel habe das Ziel, die Chancen der Informationstechnologie weiter zu befördern. Beim IT-Gipfel in Hannover wollen Top-Manager, Politiker und Wissenschaftler gemeinsam mit der Kanzlerin über den IT-Standort Deutschland diskutieren.
Der Branchenverband Bitkom hält den Zuzug von jährlich 10.000 Computerspezialisten mit Hochschulabschluss aus Nicht-EU-Ländern für nötig, um den Mangel an IT-Fachkräften in Deutschland zu beheben. "Diese Einwanderer müssten dann aber auf jeden Fall eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder dem Berliner "Tagesspiegel". Am Mittwoch hatte Bitkom eine Studie vorgestellt, nach der bundesweit 43.000 Stellen für IT-Fachleute unbesetzt sind.
Rohleder kündigte in der "Thüringer Allgemeinen" an, dass bei dem IT-Gipfel unter anderem ein Paket mit kurzfristig wirkenden Maßnahmen gegen den akuten Fachkräftemangel verabschiedet werden solle. Im Mittelpunkt stehe dabei das Programm IT 50 Plus, mit dem ältere Arbeitnehmer qualifiziert werden sollen. "Deutschland muss zudem attraktiver für Top-Talente aus dem Ausland werden", fügte Rohleder hinzu.
Der IT-Gipfel wird der Wirtschaft nach Informationen der Zeitung "Handelsblatt" nicht die erhofften Erleichterungen beim Zuzug ausländischer Fachkräfte bringen. Dies zeige die "Hannoversche Erklärung", die Merkel und die IT-Branche am Montag in Hannover verabschieden wollen, meldet das "Handelsblatt" unter Berufung auf den Entwurf für die Erklärung. So fordere die Wirtschaft, die Gehaltsgrenze von 85.000 Euro jährlich für hochqualifizierte Zuwanderer zu halbieren. In der Erklärung heiße es aber nur, "wir müssen die Debatte fortführen".
(09.12.2007 / Quelle: © 2007 AFP)



